Uelzens Familientag und Stadtentwässerung informierten und unterhielten hunderte Besucher

Klarheit in allen Lebenslagen

Eine quirlige kleine Pavillonstadt, die es in sich hatte: In bunten Zirkuszelten offenbarten sich den Besuchern des 4. Familientages unzählige Angebote. Fotos: Wendlandt (7)/Jansen (1)

Uelzen. Wer, wo, was? Alle Informationen der Familienfreundlichen Region Uelzen gab es vor dem Rathaus.

Mit geballter Kraft präsentierte Uelzen sich am Sonnabend als Region für Familien mit zahlreichen Dienstleistungen für den Bürger auf dem Herzogenplatz, aber auch in der Kläranlage der Stadt.

Mit vielen Angeboten, die das Leben von Familien lebenswert machen, zeigten rund 30 Institutionen auf dem Herzogenplatz, was sie leisten können, um Familien in allen Lebenslagen zu unterstützen. Ob als gewerblicher Dienstleister wie die Wohnungsbaugesellschaft gwk Uelzen, das Altenpflegeheim Curanum und der Pflegedienst des DRK oder gemeinnützige Einrichtungen – sie alle halten Angebote vor, die für die Bedürfnisse von Bürgern in Uelzen entwickelt wurden und regelmäßig ergänzt und angepasst werden. „Entweder durch stabile Netzwerkarbeit“, bestätigt Stadtjugendpfleger Christian Helms mit Blick auf die Entstehung des „Netzwerk Familienfreundliche Region Uelzen“ oder auch durch ehrenamtliches Engagement. Wie zum Beispiel bei „wellcome“ – einer Initiative, die schon von Geburt an junge Familien bei der Versorgung des Neugeborenen unterstützt.

Außerirdische auf dem Herzogenplatz? Nein... – Kinder konnten mit der Klinik-Welt auf Tuchfühlung gehen.

Einrichtungen wie der Jugendmigrationsdienst, der an der Alewinstraße inzwischen schon Menschen aus mehr als 30 Herkunftsstaaten unterstützt, oder die Freiwilligen-Agentur, die 130 „Mitmacher“ zählt, wie Initiatorin Linda Rommel mitteilt, erfüllen spezielle Anforderungen, die im Laufe der Jahre in Uelzen deutlich wurden und auf die reagiert werden musste, damit die Menschen mit ihren individuellen Lebenslagen sich in Uelzen nicht allein bleiben.

Ein wesentlicher Aspekt der familienfreundlichen Infrastruktur sei die Information, heißt es von vielen Anbietern. Die Menschen müssten rechtzeitig erfahren, in welcher Lebenslage sie welche Form der Hilfe bekommen können.

Getreu ihrem Motto „Bei uns bleibt nichts ungeklärt“ gönnten gleichzeitig die Mitarbeiter der Stadtentwässerung ihren Besuchern tiefe Einblicke in die „Unterwelt“ von Uelzen: Die TV-Kamera-Untersuchung des Kanalsystems gehört in Uelzen zum Standard, erläuterte Dietmar Kahrs, Leiter der Uelzener Stadtentwässerung. „Mit dem sogenannten ‘Kieler Stäbchen’ dringen die Kameras bis in die Hausanschlüsse vor, um Störungen und Verstopfungen zu ergründen. Bei der per Funk gesteuerten Reinigung der Kanalrohre könnten die Grundeigentümer sogar am Bildschirm erkennen, wo die Abwasserrohre auf ihrem Grundstück entlangführen.

Allein bis mittags waren 100 Besucher über das Gelände geführt worden, die vom Zulauf, wo täglich bis zu 10 000 Kubikmeter Abwasser ankommen, bis zur modernen Klärtechnik mit allen Arbeiten, die zur Reinigung und Erhaltung eines funktionierenden Kanalsystems erforderlich sind, wurden gezeigt.

Von Angelika Jansen

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