Der Rat der Stadt Uelzen hat den Bau des Marktcenters auf dem ehemaligen Wochenmarktgelände endgültig auf den Weg gebracht

Klares Ja zum Marktcenter

Uelzen. Der Rat der Stadt Uelzen hat den Bau des Marktcenters auf dem ehemaligen Wochenmarktgelände endgültig auf den Weg gebracht. Einstimmig beschloss das Gremium gestern Abend den Bebauungsplan für das Areal am Veerßer Tor.

Der Rat stellte sich damit gegen die Bedenken umliegender Samtgemeinden und Gemeinden. Diese lehnen die Größe des geplanten SB-Warenhauses ab, weil es ihrer Ansicht nach Kaufkraft aus den Kommunen abziehen wird (AZ berichtete).

Diese Einwände, die unter anderem aus Ebstorf, Suderburg und Wrestedt geäußert wurden, hält die Stadtverwaltung indes für nicht stichhaltig. „Wir wollen die Kaufkraft, die in dem Mittelzentrum Uelzen verloren gegangen ist, mit dem Marktcenter wieder zurückholen“, sagte Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Die geplante Verkaufsfläche des SB-Warenhauses von 2000 Quadratmetern sei „in Verbindung mit dem expliziten Hinweis auf ein Vollsortiment zu sehen“, das über die Grundversorgung hinausreiche und vor allem auch die gehobene Nachfrage bediene, erklärte der Dezernent. Nur in dieser Dimension und mit einem derartigen Warenangebot könne die Stadt die gewünschte Magnetwirkung erreichen.

Nach Ansicht von Scheele-Krogull wird das geplante Sortiment nicht die wohnortnahen Grundversorgungs-Angebote in den Kommunen beeinträchtigen. Diese Gefahr würde viel eher von einem großflächigen Lebensmitteldiscounter ausgehen. Doch genau diesen schließe der jetzt vom Rat verabschiedete Bebauungsplan auf dem ehemaligen Wochenmarktgelände bewusst aus.

SPD-Fraktionschef Ralf Munstermann schloss sich der Argumentation der Stadtverwaltung an. „Das Marktcenter wird keine Konkurrenz für die Geschäfte in den Samtgemeinden sein“, sagte er gegenüber der AZ. In den umliegenden Kommunen gebe es einfach nicht die gleiche Angebotsbreite, die für das SB-Warenhaus am Veerßer Tor vorgesehen sei. „Wir betrachten das Marktcenter als Chance für Uelzen und für den gesamten Landkreis“, betonte Munstermann.

Die gleiche Ansicht vertrat CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Hüdepohl. „Das Marktcenter wird sich nicht so negativ auf die Samtgemeinden auswirken, wie es jetzt dargestellt wird“, meinte er. „Wir wollen damit Kaufkraft an die Stadt binden, die immer schon hier gewesen ist.“

Von Bernd Schossadowski

Kommentare