Kinderschutzbund greift in Diskussion um Einführung des Angebots in Uelzen ein

Klares Ja zu Ganztagsschulen

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Bei der Informationsveranstaltung über die Vorschläge einer Arbeitsgruppe zur Zukunft der Grundschulen wurde viel diskutiert. Eltern befürchten eine Schließung kleinerer Grundschulen, wenn andere Bildungseinrichtungen den Ganztagsbetrieb aufnehmen.

Uelzen. Der Uelzener Ortsverein des Kinderschutzbundes greift in die Diskussion um Ganztagsgrundschulen im Stadtgebiet ein und fordert die Einführung des Angebots.

Wenngleich eine Umfrage einen Bedarf an Ganztagsgrundschulplätzen belegte (AZ berichtete), fehlt bislang noch das entscheidende Votum der Politik. Lange habe sich der Kinderschutzbund zurückgehalten. Weil aber bei der Diskussion um die Zukunft der Grundschullandschaft im Stadtgebiet zu sehr über mögliche Schließungen von Bildungseinrichtungen debattiert werde und damit das wichtige Thema der Ganztagsgrundschulen herunterzufallen drohe, sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, das Schweigen zu brechen. Uelzen benötige das Ganztagsangebot, weil der Kinderschutzbund mit seiner Nachmittagsbetreuung auch an seine Grenzen stoße, sagt die stellvertretende Vorsitzende Stefanie Reese.

20 bis 25 Mädchen und Jungen kommen unter der Woche nach der Schule zum Pavillon des Kinderschutzbundes an der Ripdorfer Straße, um dort zu Mittag zu essen, die Hausaufgaben zu machen oder zu spielen. Für die Betreuung bezahlt der Kinderschutzbund eine Halbtagsstelle einer Sozialpädagogin. Außerdem gibt es etwa zwei Dutzend Ehrenamtliche, die sich um die Kinder kümmern. „Darunter auch pensionierte Lehrer“, berichtet die Vorsitzende Agatha Schnepper. Wenngleich es damit viel Sachverstand gebe, fehle es doch an Beständigkeit. [...]

Von Norman Reuter

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