Nachklärbecken: Betrieb ab Oktober / Kostenrahmen eingehalten

Klärwerkausbau im Plan

+
Dietmar Kahrs (links) mit Mitgliedern des Betriebsausschusses Stadtentwässerung vor einem Becken der Kläranlage. Hieraus wird in einer zweiten Ausbaustufe aus einem Belebungsbecken ein Nachklärbecken.

Uelzen. Die Generalprobe hat das neue Nachklärbecken, das auf dem Gelände des Uelzener Klärwerks am Spottweg entsteht, bestanden.

Dietmar Kahrs, Leiter der Stadtentwässerung Uelzen, berichtete den Mitgliedern des Betriebsausschusses Stadtentwässerung am Dienstag davon, dass bei einer Test-Befüllung des 5000 Kubikmeter fassenden Rundbeckens kein Mangel festgestellt wurde. Im Oktober, so Kahrs, solle das Becken in Betrieb genommen werden.

Hintergrund der Arbeiten ist, dass das Klärwerk an seiner Belastungsgrenze angekomen war und die Kapazitäten deutlich erhöht werden (AZ berichtete). Neben einem zusätzlichen Nachklärbecken soll auch die Belebungsanlage ausgebaut werden. Dies werde bis Frühjahr nächsten Jahres gelingen, so Kahrs weiter.

Im Rahmen der Sitzung stellte Kahrs die bisherigen Aufwendungen für das Bauvorhaben sowie die Kostenvoranschläge der für die weiteren Arbeiten beaufragten Unternehmen dar. Am Ende würden die Aufwendungen aller Voraussicht nach bei den kalkulierten rund 3,9 Millionen Euro liegen, so Kahrs abschließend.

Dieser letzte Betriebsausschuss der Wahlperiode war für Verwaltung und Politik aber auch Anlass, eine Bilanz der gemeinsamen Arbeit über fünf Jahre zu ziehen. Diese wurde von beiden Seiten als sehr positiv bewertet. So bedankte sich Dietmar Kahrs bei den Vertretern der Politik für die konstruktive Zusammenarbeit, durch die insbesondere die Investition von 11.5 Millionen Euro in die Modernisierung des Uelzener Klärwerks gesteckt werden konnten – mit einem fast hälftigen Anteil in die Sanierung des Kanalnetzes. Seitens der Politik betonte Hans-Werner Heuer (CDU), dass die Investitionen kein Selbstzweck gewesen seien, sondern dem Einhalten von gesetzlichen Vorgaben dienten und insbesondere auch dem Umweltschutz dienten. Der Ausschussvorsitzenden Wilhelm Spangenberg betonte, dass der Ausschuss seines Wissens der einzige sei, der alle Entscheidungen einstimmig getroffen habe. „Wir waren immer sehr Konsens-orientiert.“

Von Steffen Kahl

Kommentare