Vorläufige Betreuung ab Sommer 2016 in Löwenwaldschule / Politik will danach dauerhafte Lösung

Kita-Plätze mit Hilfe von Stiftung

Uelzen. Es gibt mehr Anfragen für eine Betreuung von Kindern, als freie Kita-Plätze in der Stadt Uelzen.

Die Politik ist so nun in eine Diskussion um den Aufbau von weiteren Kita-Gruppen eingestiegen und greift, um schnell eine Lösung bieten zu können, auf ein Angebot der Stift „Leben leben“ (ehemals Lebenshilfe) zurück. Denn jeder Aufbau von Uelzener Kita-Gruppen ist mit Bauarbeiten verbunden, weil Räumlichkeiten ausgeschöpft sind, und „für 2016 wird das nichts mehr“, erklärte der Erste Stadtrat Dr. Florian Ebeling während der jüngsten Sitzung für Generationenfragen, Integration und Soziales. Mit Planung, Ausschreibung und Bauphase sei die Errichtung geeigneter Räumlichkeiten nicht vor dem Kindergartenjahr 2017/18 zu realisieren.

Vorerst könnten Kinder von Leben leben bereits ab dem 1. August 2016 auf dem Gelände der Löwenwaldschule in Uelzen betreut werden. Im Krippenbereich der Schule bestünde kurzfristig eine Möglichkeit zum Aufbau einer Kita-Gruppe. Für 25 Kinder sei zunächst Platz, bevor die Löwenwaldschule die Räume selbst wieder benötige, erklärte Stadtjugendpfleger Christian Helms.Das würde nach seiner Ansicht passen. In Uelzen gebe es derzeit 16 Kinder, für die eine Kita-Betreuung angefragt sei und die somit auf einer Warteliste stünden. Ungeachtet dieser vorläufigen Betreuung setzte der Ausschuss auf eine dauerhafte Lösung. „Wir sollten das Etikett der familienfreundlichen Stadt nichts aufs Spiel setzen“, mahnte Ratsherr Jörg Kramer (SPD). Und: „Die Vertagung einer Entscheidung wäre das falsche Signal“, hieß es im Ausschuss. So empfahl das Gremium dem Stadtrat, dem Aufbau von zusätzlichen Krippenplätzen für das Jahr 2017/18 zu zustimmen und dafür die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Vorgeschlagen ist der Bau eines Kita-Gebäudes auf dem Gelände der Lucas-Backmeister-Schule. Der sogenannte gelbe Pavillon zwischen der Ringstraße und Gartenstraße soll weichen. Der Bau wird nach ersten Berechnungen 1,8 Millionen Euro kosten.

Von Angelika Jansen und Norman Reuter

Rubriklistenbild: © dpa

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