Vertrag unterzeichnet: Kinderangebot in der Stadtteil-Einrichtung wird verlängert

Am Kö: Vom Kindertreff zum Integrationszentrum

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Unterzeichneten den neuen Kooperationsvertrag (von links): Christian Helms, Leiter des Uelzener Jugendamtes, Ruth Andrick vom CJD Göddenstedt, sowie Ronald Schack, Geschäftsführer der gwk, und Aufsichtsratsvorsitzender Claus-Dieter Reese.

Uelzen. Was einst als lockerer Kindertreff am Königsberg (Kö) in Uelzen konzipiert war, hat sich vor allem in den vergangenen Monaten zu einem wichtigen Baustein der Integration nicht nur für das Kö-Viertel entwickelt.

Auch und gerade wegen des Integrationserfolges wird der Kindertreff für Besucher zwischen 6 und 14 Jahren in Kooperation zwischen der Uelzener Wohnungsbaugesellschaft gwk, dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) und der Stadt Uelzen ein halbes Jahr lang weitergeführt. Die Beteiligten unterschrieben gestern einen entsprechenden Vertrag.

Der Stadtteiltreff am Kö wird mindestens bis Ende des Jahres sein Angebot für Kinder aufrecht erhalten.

Dass die Einrichtung nach einem halben Jahr nicht wie Ende 2014 erneut eingestellt wird, scheint unwahrscheinlich, glaubt man dem gwk-Aufsichtsratsvorsitzenden und CDU-Kreistagsabgeordneten Claus-Dieter Reese. „Der Aufsichtsrat hat einstimmig einer Weiterführung des Treffs zugestimmt. Und in dem Gremium sitzen auch Vertreter des Kreistages und der Räte“, sagt er. Insofern sei er zuversichtlich, dass Stadt und Landkreis Uelzen das halbe Jahr nutzen, um eine tragfähige Lösung zur Fortführung zu finden.

Wie wichtig die Aufgabe des Treffs mittlerweile geworden ist, verdeutlicht Ruth Andrick, Fachbereichsleiterin beim CJD Göddenstedt: „Die Gruppen der unterschiedlichsten Kinder mischen sich. Die neuen Flüchtlingskinder lernen somit nahezu spielerisch die deutsche Sprache.“ Auch werde seit Mitte Mai eine Hausaufgabenhilfe von ehemaligen Lehrerinnen angeboten. „So erreichen wir auch die Eltern“, erklärt Andrick.

„Der Treff leistet eine integrative Arbeit, die über das Viertel am Königsberg hinausgeht“, sagt Ronald Schack, Geschäftsführer der gwk. Auch Kinder aus anderen Stadtvierteln seien an den zwei Tagen, an denen der Kindertreff geöffnet habe, dort anzutreffen.

15 bis 20 Kinder besuchen den Treff regelmäßig, weiß Andrick. Die Arbeit am Kö habe bereits Kreise gezogen. Andere Kommunen in Niedersachsen hätten sich schon über das Projekt in dem innenstadtnahen Wohnquartier informiert. Unter den rund 2000 Menschen, die dort leben, seien mehr als 30 Nationalitäten zu finden: angefangen von den vietnamesischen „Boat People“ der 1970er-Jahre bis hin zu den aktuellen Flüchtlingen aus Nahost.

Von Jens Schopp

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