Bürgermeister Markwardt fordert Uelzens Mädchen und Jungen heraus

Uelzens Kinderstadtwette: 800 Kilo Äpfel müssen her

+
Matti, Marieke und Mia geben sich siegesgewiss – sie und viele andere Kinder wollen am 18. September mindestens 800 Kilogramm Äpfel sammeln und ihrem Bürgermeister zeigen, was sie alles auf die Beine stellen können.

ib Uelzen. 800 Kilogramm Äpfel sollen sie sammeln und am 18. September mit in die Stadt bringen – diese Aufgabe hat Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt den Kindern zur diesjährigen Kinderstadtwette gestellt.

Ob die Mädchen und Jungen die Wette gewinnen können? Dass sie ehrgeizig sind, haben sie zumindest im vergangenen Jahr schon bewiesen: Damals sollten sie den Alt-Bürgermeister Otto Lukat und seinen Nachfolger Jürgen Markwardt zusammen mit einem Linienbus ziehen – und hatten das auch prima hinbekommen.

Wette mit Biss: Bürgermeister Jürgen Markwardt fordert Uelzens Kinder zur Wette heraus.

Bürgermeister Markwardt allerdings wettet, dass es die Kinder der Stadt nicht schaffen, die besagten 800 Kilogramm Äpfel zu sammeln. Sollten sie es doch schaffen, steht den Früchten eine Verarbeitung in der Hofmosterei in Flinten bevor. Der dort aus den Uelzener Äpfeln gewonnene Apfelsaft wird anschließend vom Kinder- und Jugendzentrum als „Uelzer Apfelsaft“ verkauft. Von dem Erlös soll Kinderspielzeug angeschafft werden, das an neu ankommende Flüchtlingskinder verteilt werden soll. „Die Medien berichten immer wieder von den Flüchtlingen, die auch in der Stadt und im Landkreis Uelzen angekommen sind und noch kommen werden“, sagt Uelzens Stadtjugendpfleger Christian Helms zum Hintergrund. „Dazu gehören natürlich auch viele Kinder, die in ihrem Leben außer Krieg, Vertreibung und Flucht mit all den Entbehrungen kaum etwas anderes erlebt haben. Wenn sie hier ankommen, dann haben sie meist kein Spielzeug. Um ihnen eine Freude zu machen und das Ankommen in einem fremden Land etwas freundlicher zu gestalten, wollen wir die Apfelwette zu ihren Gunsten durchführen und hoffen auf großen Zuspruch!“

Die Äpfel, die gesammelt werden sollen, können die Kinder – Erwachsene dürfen natürlich auch gern helfen – überall dort pflücken, wo sie die Erlaubnis dazu haben. Darüber hinaus dürfen für die Wette auch die „Straßenbäume“ der Stadt Uelzen geerntet werden, beispielsweise an der Linsingenstraße, Am Stadtgut, Buchenberg oder an der Straße zwischen Riestedt und Masendorf sowie Riestedt und Oetzmühle. Die Äpfel sollten natürlich reif und in gutem Zustand sein, damit der Apfelsaft auch lecker wird.

Übrigens: Sammeln die Kinder mehr als 800 Kilogramm, verliert Bürgermeister Jürgen Markwardt seine Wette und muss persönlich beim Mosten der Äpfel helfen. Aber auch die „Apfelkinder“ sollen etwas von der diesjährigen Wette haben: So erhält jedes Kind, das mindestens acht Kilo Äpfel abgibt, eine Freikarte für das Badue. Außerdem gibt es noch einen Gutschein für drei Liter Uelzer Apfelsaft, der auf dem Wochenmarkt abgeholt werden kann. Jede Schulklasse oder jede Kindergartengruppe, die mehr als 50 Kilo Äpfel abgibt, erhält neun Liter frischen Apfelsaft kostenlos.

Die Veranstaltung zur Stadtwette findet am Freitag, 18. September, statt. Die Äpfel können ab 14 Uhr an der Veerßer Straße zwischen dem altem und neuem Rathaus abgegeben werden. „Gegen 15.30 Uhr wollen wir die Äpfel gewogen haben und das Wett- ergebnis bekannt geben“, kündigt Christian Helms an.

Neben der Wette selbst wird es auch noch eine Menge Mitmach-Angebote vor Ort geben. Die Fachschule für Sozialpädagogik der Berufsbildenden Schulen II bietet „Spiele aus alter Zeit“ und Kreide wird es auch wieder geben, damit die Straße bunt bemalt werden kann.

Kommentare