Umbau der Fußgängerzone beginnt erst 2014 / Stadt verhandelt mit NBank

Kein Zuschuss für Wasserlauf

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Für die Umgestaltung der Uelzener Fußgängerzone wurden lediglich rund 114 000 Euro aus dem Ziel-1-Fördertopf der EU bewilligt, anstatt der erwarteten rund 150 000 Euro.

Uelzen. Erst war es der Marktcenter-Bau, jetzt vermeldet die Stadt Uelzen die Verzögerung eines weiteren Bauprojekts: Für die Umgestaltung der Uelzener Fußgängerzone wurden lediglich rund 114 000 Euro aus dem Ziel-1-Fördertopf der EU bewilligt, anstatt der erwarteten rund 150 000 Euro.

Der Zuschussgeber, die Europäische Union, hat den geplanten Wasserlauf auf der Bahnhofstraße als Kunstobjekt eingestuft – und Kunstwerke werden vom Ziel-1-Programm der EU nicht erfasst, berichtet der städtische Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Dennoch bleibt er optimistisch: „Wir denken, dass wir in Nachverhandlungen mit dem Zuschussgeber den Zuschussbescheid ändern lassen können“, sagt er.

Allerdings führe die Situation zunächst zu Verzögerungen des Baubeginns von voraussichtlich einem halben Jahr. Zuvor war ein Beginn der Baumaßnahmen für den Spätherbst vorgesehen (AZ berichtete), sie sollten in Abschnitten fertig gestellt werden, sodass die Abschlussarbeiten im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen sollten. Nun will die Stadt die Nachverhandlungen abwarten und dann im Frühjahr 2014 die Umgestaltung in einem Stück durchziehen, kündigt Scheele-Krogull an.

Mit der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank), die die Zuschüsse für die EU abgewickelt habe, will die Stadt besprechen, ob der geplante Brunnen und das Wasserbecken als Kunst gelten oder nicht. Ein Abschnitt von 60 Metern zwischen der Pastorenstraße/Achterstraße und der Turmstraße/Rosenmauer sollen nach dem bisherigen Konzept umgebaut werden. Dazu gehören neue Sitzelemente, Pflanzen und Spielmöglichkeiten sowie „kleine Quellbereiche, in denen das Wasser terrassenartig herabfließt“. Integriert werden sollen Findlinge, kleine Brücken und ein Bach, der zwischen den Brunnen fließt.

Die gesamte Baumaßnahme zur Umgestaltung der Innenstadt soll 200 000 Euro kosten, davon müsste – bei voller Förderung – die Stadt Uelzen 50 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen.

Von Diane Baatani

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