Uelzener Bundespolizei hastet von Einsatz zu Einsatz – und sagt Standortball ab

„Kein Raum für Planung“

+
Kaum Zeit für private Planungen, weil der Dienstplan rappelvoll ist: Uelzener Bundespolizei im Flüchtlings-Einsatz im Bahnhof Rosenheim.

tm Uelzen. Koordination des Flüchtlingsstroms an der deutsch-österreichischen Grenze, Fußball- und Anti-Terroreinsätze, Kontrollen auf Flughäfen – die Uelzener Bundespolizei hat ihre Belastungsgrenze eigentlich schon überschritten.

Hainberg-Chef Marco Zack

Lediglich ein freies Wochenende pro Monat gibt es im Regelfall – und angesichts dieses fortwährend andauernden Ausnahmezustandes zieht der neue Leiter der Bundespolizeiabteilung am Hainberg, Marco Zack, die Notbremse: Er sagt den traditionellen Standortball für das Jahr 2016 ab. Der Standortball der Bundespolizeiabteilung Uelzen, der traditionell im Frühjahr durchgeführt wird, dient dem Austausch von Informationen und der besseren Zusammenarbeit von benachbarten Behörden und Politikern aus Bund, Land und Kommune.

„Die derzeitige Einsatzsituation lässt keinen Raum für eine vernünftige Planung dieser Veranstaltung“, erklärt der Polizeioberrat.

Zur Zeit befänden sich alle Einheiten und Teileinheiten unentwegt im Einsatz, „vorrangig im süddeutschen Raum vor dem Hintergrund der anhaltenden und nicht absehbaren Flüchtlingssituation in unserem Land“.

Für die Einsatzkräfte heißt das beispielsweise ein bis zwei Wochen Einsatz in Rosenheim, anschließend müssen Überstunden abgebaut werden, um erneut für ein bis zwei Wochen auswärts zur Verfügung zu stehen. Das Ende dieses Ablaufes ist offen.

„Für alle Einsatzkräfte eine große Herausforderung“, so der Abteilungsführer, „wer nicht in Süddeutschland eingesetzt ist, findet sich in der Fußballfanbegleitung, bei Demonstrationen und sonstigen Einsatzlagen wieder“.

Kommentare