Staatsanwaltschaft stellt das Ermittlungsverfahren gegen den Uelzener Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer (CDU) ein

„Kein hinreichender Tatverdacht für Untreue“

Uelzen. „Unsere Überprüfung hat keinen Verdacht auf strafrechtlich relevante Unregelmäßigkeiten bei der Kassenführung ergeben.

“ Mit diesem Wortlaut hat die Staatsanwaltschaft Lüneburg gestern die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen den Uelzener Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer (CDU) bekanntgegeben. Rund drei Monate hatte die Behörde gegen Hillmer wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Zuvor hatte der Vorstand der Jagdgenossenschaft Suderburg, bei der Hillmer bis Frühjahr Kassenwart war, Anzeige gegen den prominenten Mitbürger gestellt.

„Für den Vorwurf der Untreue gibt es keinen hinreichenden Tatverdacht“, erklärte gestern Staatsanwältin Angelika Klee. Man habe „keinen Schädigungsvorsatz“ erkennen können. Die Uelzener Kriminalpolizei hatte im Rahmen der Ermittlungen diverse Vorstandsmitglieder der Jagdgenossenschaft vernommen. Die wirft Hillmer Unregelmäßigkeiten bei der Kassenführung vor (AZ berichtete). Der CDU-Politiker habe die Herausgabe von detaillierten Kontoauszügen verweigert. Der Beschuldigte hatte dies stets zurückgewiesen und betont, er habe in den 20 Jahren als Kassenwart die Kasse der Jagdgenossenschaft saniert. Die Staatsanwaltschaft hat unterdessen den Präsidenten des Niedersächsischen Landtags über die Einstellung des Verfahrens informiert.

Von Thomas Mitzlaff

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