Kein erneuter Dioxin-Verdachtsfall im Landkreis Uelzen

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Kreislandwirt Thorsten Riggert beklagt den Preisverfall bei Schweinefleisch.

no Uelzen/Landkreis. 14 landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Uelzen waren vom Dioxin-Skandal betroffen und infolgedessen gesperrt. Seit Montag vergangener Woche wurden diese Sperren jedoch aufgehoben. Vom erneuten Dioxin-Verdacht sind die Landwirte des Landkreises gar nicht betroffen. In Niedersachsen wurden 879 landwirtschaftliche Betriebe vorsorglich gesperrt.

Trotz allem kein Grund für Kreislandwirt Thorsten Riggert in Euphorie zu verfallen. Mit Blick auf den Preisverfall auf Schweinefleisch sagt er kurz und knapp: „Die Bauern zahlen die Zeche.“ Der Schaden durch den Dioxin-Skandal kostet die Schweinehalter 60 Millionen Euro pro Woche. Riggert rechnet damit, dass die aktuellen Ereignisse „Existenzen kosten wird“. Eigentlich, so der Landwirt aus Klein Süstedt, der selbst Schweine hält, steigt der Preis zur Grillsaison an. Doch nicht nur im eigenen Land verfällt der Preis, sondern auch im Ausland. Als „dramatisch“ bezeichnet der Kreislandwirt das Verhalten der Oppositionspolitiker: „Sie suhlen sich in Not und Elend“, sagt Riggert und wirft ihnen vor, dass die Stimmung polarisiert und die Bevölkerung geschockt wird. Alles nur, um Wählerstimmen zu bekommen, so der Kreislandwirt.

Für den Klein Süstedter Landwirt ebenfalls nicht nachvollziehbar ist die Kritik am Land Niedersachsen. Immerhin liegt die Ursache in Schleswig-Holstein und hätte dort auffallen müssen. Riggert wünscht sich, dass nicht in Aktionismus verfallen wird. Er plädiert für eine bessere Kontrolle der Futtermittelindustrie und eine bessere Übersicht der Stoffe im Tierfutter.

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