GWB Immobilien AG zieht Beschwerde zurück / Projekt sei mit Ausschreibung konform

Kehrtwende beim Marktcenterbau

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Der Hochbau zum Center lässt auf sich warten.

Uelzen. Kehrtwende im Beschwerdeverfahren zum Marktcenterbau: Der von der GWB Immobilien AG aus Siek beim Niedersächsischen Verbraucherministerium in Hannover eingereichte Antrag auf normative und raumordnerische Überprüfung des Projektes wurde zurückgezogen.

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Auch die vom Unternehmen bei der EU-Kommission vorgebrachten Einwände gegen das Vorhaben werden nicht mehr aufrecht erhalten. Darüber informierte die PSP Unternehmensberatung, die für die GWB Immobilien AG Beschwerdeführerin war, die Uelzener Stadtverwaltung. Die reagierte gestern mit einer Stellungnahme: „Die Stadt hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die in der Ausschreibung und im Vergabeverfahren beschriebenen Anforderungen eingehalten wurden und werden“, so Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull.

Wie berichtet, hatte die GWB Anstoß an den Planungsänderungen beim Marktcenterbau genommen, nachdem der Zuschlag für das Projekt an die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) gegangen war. GWB hatte sich 2005 am Ausschreibungsverfahren beteiligen wollen, dann aber von einer Bewerbung abgesehen. Inzwischen ist das Unternehmen insolvent. Bei einer erfolgreichen Beschwerdeführung hätte, so sagte gestern Stefan Pötsch von der PSP Unternehmensberatung auf AZ-Nachfrage, die Möglichkeit bestanden, Ersatzansprüche geltend zu machen. Weil aber PSP nun Einsicht in die Unterlagen zum Marktcenter habe nehmen können, sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass das Projekt auch in seiner aktuellen Form mit den EU-Ausschreibungsbedingungen konform sei. Deshalb ziehe GWB die geführte Beschwerde zurück und erachte die Angelegenheit für erledigt, sofern es nicht zu weiteren Planungsänderungen komme.

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