Zulassungs-Anteil liegt bei 0,65 Promille / Politiker diskutieren Kaufanreize

Kaum Elektroautos im Kreis

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Teil des Problems: Das Tanken. Die Infrastruktur müsste sich für einen höheren Marktanteil von Elektroautos noch ändern.

Uelzen/Hannover/Magdeburg. 35 reine Elektroautos sind bei der Zulassungsstelle des Landkreises Uelzen registriert.

Bezogen auf die Gesamtzahl der Zulassungen von gut 54 000 Autos ein verschwindend geringer Anteil von rund 0,65 Promille: Nur rund jedes 2000ste Auto im Kreis ist ein Elektroauto.

Die Zahlen spiegeln den bundesweiten Trend wieder. Elektromobilität kommt in Deutschland nicht so richtig in die Gänge. Vom Ziel der großen Koalition, bis 2020 zu einer Zulassungs-Zahl von einer Million Elektroautos zu kommen, ist man weit entfernt.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist deswegen jetzt mit einem Vorstoß an die Öffentlichkeit gegangen. Er forderte am Freitag in Magdeburg Kaufhilfen. Ohne diese blieben die Autos zu teuer und werde die Batterien-Produktion künftig nicht in Deutschland stattfinden.

Konkret sprach Gabriel von einer Kaufprämie von 5000 Euro pro Elektroauto und einer Gesamtinvestition von 2 Milliarden Euro bis 2020. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerte sich hierzu am Wochenende skeptisch, er befürchte „Mitnahmeeffekte“.

Unterstützt wird Gabriel indes von Olaf Lies (SPD), Niedersachsens Wirtschaftsminister. Lies teilte mit: „Länder wie die USA, Norwegen oder auch die Niederlande haben bewiesen, wie man diese zukunftsweisende Technologie mit staatlichen Kaufanreizen unterstützen kann.“ Er habe deswegen schon vor mehr als einem Jahr eine Kaufprämie von 5 000 Euro für Elektroautos gefordert. Neben den staatlichen Anreizen gehe es bei dem Thema aber auch um weitere Anstrengungen der Industrie: „Der Preis muss runter, die Reichweite muss rauf.“

Welche Erfahrungen Autofahrer und -händler in Uelzen mit reinen Elektroautos machen, lesen Sie am Montag im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

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