Landgericht Lüneburg verdonnert Kostenträger, schonende Behandlung zu erstatten

Kasse muss Radiotherapie bezahlen

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Das Landgericht Lüneburg hat entschieden, dass eine private Krankenversicherung eine weniger belastende Radiotherapie bezahlen muss, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist.

dpa Lüneburg. Eine private Krankenversicherung muss die Kosten für eine schonendere Behandlung von Prostatakrebs erstatten. Das hat das Landgericht Lüneburg gestern entschieden, wie eine Sprecherin mitteilte.

Die sogenannte intensitätsmodulierte Radiotherapie, kurz IMRT, sei als medizinisch notwendig anzusehen, entschied die fünfte Zivilkammer. Die Behandlung sei wesentlich weniger belastend als die konventionelle 3-D-Bestrahlung und nach den Ausführungen des Sachverständigen als wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode anzusehen, habe die Kammer festgestellt (Az. 5 O 179/13).

In zwei entsprechenden Urteilen habe die Kammer bereits Anfang Juli gegen dieselbe Krankenkasse entschieden (Az.: 5 O 238/14 und 5 O 253/15 vom 5. Juli 2016), so die Sprecherin. Die Entscheidungen seien noch nicht rechtskräftig.

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