Schüler sammeln in Fußgängerzone Spenden zugunsten des Tagestreffs für allein lebende Wohnungslose / Weitere Aktion geplant

„Es kann jeden treffen – auch uns“

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Trotz Kälte informierten die Schüler gestern Vormittag geduldig Passanten in der Uelzener Fußgängerzone über den Tagestreff für allein lebende Wohnungslose und sammelten Geld- und Sachspenden.

sob Uelzen. „Wir sind von den Berufsbildenden Schulen I und sammeln Spenden für den Tagestreff für allein lebende Wohnungslose. “ Mit diesem Satz wurde gestern Vormittag nahezu jeder Passant angesprochen, der die Uelzener Fußgängerzone durchquerte.

In Zusammenarbeit mit dem Träger der Einrichtung, dem Diakonischen Werk des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Uelzen, hatten Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft der BBS I Uelzen einen Stand mit Informationen über den Tagestreff und ihre Spendenaktion aufgebaut. Etwa vier Stunden waren sie im Einsatz, sprachen die Vorbeikommenden an und beantworteten Fragen zu ihrer Aktion. „Es kann jeden treffen, auch uns“, begründete Schülerin Astrid Albrecht die Idee.

Das Projekt, das der Bildung für nachhaltige Entwicklung zuzuordnen ist, solle den Schülern praktisch ein Bewusstsein dafür vermitteln, was „links und rechts von ihnen passiert“, erläuterte Klassenlehrerin Nina Bekeschus. Die Aktion wurde von den Schülern nach einem Besuch im Tagestreff eigenständig geplant und organisiert.

Gesammelt wurden Geld- und Sachspenden. Viele, die auf die Aktion aufmerksam wurden, kamen noch einmal mit Duschgel, aussortierten Pullovern oder Winterschuhen in den Händen zurück. Rund 300 Spenden habe es an diesem Tag gegeben, schätzte Nina Bekeschus.

„Es kommt sehr positiv an, wenn Schüler so eine Aktion machen“, freute sich auch Gabriele Weiss, Sozialarbeiterin des Tagestreffs. Am Freitag, 12. Dezember, wollen die Schüler noch einmal im Sternviertel von Tür zu Tür gehen und um Spenden bitten, am Montag, 15. Dezember, im Bereich Eschenkamp. Gebraucht werden neben Geldspenden, die zum Beispiel für Mittagessen und die Waschmaschinen-Benutzung benötigt werden, vor allem noch Socken, Handschuhe, Mützen, Unterwäsche, Decken, Isomatten und Schlafsäcke.

Von Sophie Borm

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