PRD Energy beendet Bodenschatzsuche in Deutschland

Kanadier sehen keine Wirtschaftlichkeit

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PRD beendet sein Engagement in Deutschland.

nre Uelzen/Landkreis. Gesunkene Ölpreise, hohes Finanzrisiko, fehlende Partner: Das kanadische Unternehmen PRD-Energy mit Hauptsitz in Calgary meldet sich nun zu Wort und erklärt, warum es die Suche nach Bodenschätzen im Landkreis Uelzen abbricht.

Den Rückzug hatte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) auf AZ-Nachfrage vor zwei Wochen bestätigt.

Wie aus einer Erklärung des Unternehmens hervorgeht, wird es nicht nur die Suche in dem 900 Quadratkilometer großen Gebiet, das sich über die Landkreise Uelzen und Lüneburg erstreckt und beim LBEG als „Erlaubnisfeld Uelzen“ geführt wird, beenden, sondern das gesamte Engagement in Deutschland aufgeben. Eine Zweigniederlassung in Berlin soll geschlossen werden. Neben der Sucherlaubnis für das Feld Uelzen besaß PRD-Energy vier weitere Lizenzen in Niedersachsen sowie fünf in Schleswig-Holstein.

Die gesunkenen Ölpreise auf dem Weltmarkt, die Aussichten, dass diese auch vorerst nicht mehr steigen würden, sowie ein mit der Förderung verbundenes wirtschaftliches Risiko hätten das Unternehmen zu dem Ergebnis kommen lassen, dass eine Bodenschatzsuche und spätere Förderung von Öl und Gas letztlich nicht wirtschaftlich sei, so PRD Energy. Außerdem sei es nicht möglich gewesen, ausreichend Partner für die Vorhaben des Unternehmens zu finden.

Nach dem Rückzug der Kanadier kann das Erlaubnisfeld neu vergeben werden, informierte das LBEG. Auf Antrag könne einem anderen Unternehmen eine Suchgenehmigung für das Areal erteilt werden. Interesse an Rohstoffen aus Erdschichten der Region hatte neben PRD Energy auch der US-Konzern Blue Mountain Exploration LCC, welcher für die Felder „Oldendorf“ mit einer Größe von etwa 850 Quadratkilometern und „Lüneburg“, etwa 700 Quadratkilometer, Sucherlaubnisse vom LBEG zugesprochen bekommen hatte.

Von Norman Reuter

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