Durchtrennte Leitung in der Altmark stört Datenfluss / Spezialisten aus Leipzig beheben den Schaden

Kabeldiebe legen Züge lahm

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Uelzen/Salzwedel. Zwischen Uelzen und Salzwedel ging gestern gar nichts mehr.

Kabeldiebe hatten in der Nacht auf Freitag auf der Strecke, östlich von Rockenthin in der Altmark, kurz vor der Kreisgrenze, zwei Kupferkabel aus dem Bahnbett gestohlen und dabei gleichzeitig ein Lichtwellenkabel durchtrennt. Deshalb war der Datenfluss zwischen den Stellwerken unterbrochen. Das Streckennetz zwischen Magdeburg und Uelzen sowie Uelzen und Braunschweig war bis in die Abendstunden hinein lahmgelegt. Wie viele Züge ausfielen, konnte die Bahn gestern nicht sagen.

„So einen Kabeldiebstahl gibt es täglich“, weiß Romy Gütler, Pressesprecherin der Bundespolizei in Magdeburg. Es sei jedoch selten, dass dabei auch ein Lichtwellenkabel durchtrennt werde, erklärte ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn am Tatort. Zwei Spezialisten aus Leipzig versuchten, den Schaden schnellstmöglich zu beheben.

Für Reisende von Uelzen in Richtung Magdeburg und Braunschweig war das nur ein schwacher Trost, denn bei ihnen standen Anschlusszüge und Flüge auf der Kippe. Die Bahn kümmerte sich zwar um einen Ersatzverkehr zwischen Uelzen und Salzwedel sowie Bad Bodenteich, doch die Sitzplätze waren begrenzt und Zeiten nicht in jedem Fall einzuhalten. Vor den Bussen auf dem Uelzener Hundertwasser-Bahnhof herrschte dichtes Gedränge.

Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Bundespolizei noch keine Angaben machen. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Von Eva Hahner

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