Uelzens Polizei-Chef: „Begleitetes Fahren hat sich bewährt“

Junge Fahrer sind weiter die Risikogruppe

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Der Führerschein mit 17 in Verbindung mit dem begleiteten Fahren habe sich bewährt, das meint jedenfalls Uelzens Polizei-Chef Dieter Klingforth.

js Uelzen. Nach wie vor produzieren die jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren die meisten Unfälle auf den Straßen des Landkreises.

Von den insgesamt 2625 Unfällen im vergangenen Jahr (AZ berichtete) gingen exakt 500 auf das Konto der Altersgruppe „Junge Fahrer“. Im Jahr davor waren es 452 Verkehrsunfälle, die von jugendlichen Fahrern verursacht wurden.

Allerdings: „Den typischen Discounfall gibt es nicht mehr“, berichtet Ralf Munstermann, Leiter des Streifendienstes im Uelzener Polizeikommissariat. Als Discounfälle bezeichnen die Ordnungshüter die Kollisionen, die sich meistens in den frühen Morgenstunden der Wochenend-Nächte ereignen und von Disco- oder Partyheimkehrern verursacht werden. „Das zeigt, dass die Verkehrserziehung und Prävention in diesem Bereich jetzt Früchte trägt“, so Munstermann.

Dass dennoch so viele junge Leute in Unfälle verwickelt werden, habe mit Selbstüberschätzung oder auch mit Imponiergehabe zu tun, glaubt Dieter Klingforth, Leiter des Uelzener Kommissariats. „Bewährt hat sich vor diesem Hintergrund das begleitete Fahren bei den 17-jährigen Führerscheininhabern“, sagt Klingforth. Die dürfen nur mit einer in der Prüfungsbescheinigung namentlich genannten Person unterwegs sein. „Wenn der Vater neben dem Jugendlichen sitzt, fährt der schon vorsichtiger.“

Munstermann und Klingforth haben auch ein wenig Grund zur Freude bei der Präsentation der Unfallstatistik. Nämlich mit Blick auf die Entwicklung der Unfälle auf dem Schulweg. Dort waren sieben Unfälle zu verzeichnen. 2014 waren es neun. Hier verweisen die Ordnungshüter auf die Verkehrserziehung in Schulen und Kindergärten. Ebenso auf bauliche Maßnahmen auf den Schulwegen beziehungsweise im Umfeld der Schulen selbst.

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