Der künftige Bürgermeister Jürgen Markwardt über seine Prioritäten und das Image Uelzens

„Wir müssen mehr an uns glauben“

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Ein langer, kräftezehrender Wahlkampf voller Begegnungen und Emotionen: Jürgen Markwardt bei einer Podiumsdiskussion im Stadtcafé Uelzen.

Uelzen. Das Votum der Uelzener war deutlich: Genau 64,38 Prozent der Wähler haben Jürgen Markwardt am Sonntag zum neuen Stadtoberhaupt bestimmt. Am 1. November wird der Erste Stadtrat das Amt von Otto Lukat übernehmen. Im Interview mit AZ-Chefredakteur Thomas Mitzlaff spricht Markwardt über den ersten Wahlkampf seines Lebens und das Image Uelzens.

--- Auszug aus dem Interview ---

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Herr Markwardt, haben Sie schon realisiert, was da am Sonntag passiert ist? Wirklich realisiert wäre wahrscheinlich übertrieben. Mir ist klar und im Kopf ist es angekommen, dass ich die Wahl gewonnen habe. Aber so richtig vom Gefühl her kann ich damit noch nicht wirklich etwas anfangen. Es ist ein fast surreales Gefühl, das sich da bei mir breit gemacht hat. Ich glaube, es wird noch ein paar Tage dauern, bis das endlich gesackt und bei mir angekommen ist.

Wie sieht denn jetzt der weitere berufliche Zeitplan aus? Kehren Sie nach Ihrem Urlaub zunächst ganz normal als Erster Stadtrat ins Rathaus zurück? Natürlich. Bis 31. Oktober haben wir einen Bürgermeister, einen guten sogar. Und ich hoffe, dass Otto Lukat bis dahin mit all seiner Kraft weiter mitmacht. Zwei Ämter gleichzeitig könnte ich sowieso nicht vernünftig ausfüllen. Dementsprechend freue ich mich, dass ich als Erster Stadtrat wieder zurückkehren kann. Wir haben einen Haushalt für das Jahr 2015 aufzustellen. Das mag merkwürdig klingen, aber die Haushaltsberatungen beginnen jetzt langsam schon wieder. Wir haben andere Themen, die wir unbedingt nach vorne bringen müssen, wie zum Beispiel die Klärung der Grundschullandschaft. Mein Beruf als Erster Stadtrat wird nicht langweilig.

Und was gehen Sie als Bürgermeister ab November neben den Grundschulen zuerst an? Es wird auch interne Themen geben, wir werden in der Verwaltung schauen, wie wir weitermachen wollen. Wir müssen auch einen neuen Ersten Stadtrat haben.

Von Thomas Mitzlaff

Lesen Sie am Mittwoch im E-Paper und in der Printausgabe, welche Überlegungen es für den neuen Ersten Stadtrat gibt, was Markwardt zur A 39 und zur Uelzener Fußgängerzone sagt und was er in der Uhlenköperstadt alles verändern möchte.

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