Meine Woche in Hannover

Ein Fest für die Demokratie

Demokratie ist manchmal hart, aber sie ist ein großartiges Prinzip. Das Ergebnis der Landtagswahl vor zwei Wochen war knapp und für die unterlegene Seite auch bitter. Für unsere demokratische Kultur war das Wahlergebnis ein Fest. Jeder einzelne Wähler, sogar jeder einzelne Nichtwähler, hat mit seiner Entscheidung einen wirksamen Einfluss gehabt.

Jörg Hillmer

Niemand kann mehr sagen, dass es auf seine Stimme sowieso nicht ankommt. Es kam am Sonntag vor zwei Wochen auf jede einzelne Stimme an. Eine einzige zusätzliche CDU-Stimme pro Wahllokal hätte dieser Wahl einen völlig anderen Ausgang beschert. So haben einige hundert Wähler den Ausschlag zu Rot-Grün gegeben. Niemand kann mehr sagen, dass „Die da oben“ sowieso machen, was sie wollen. „Die da oben“ machen genau das, was die Hälfte plus wenige Stimmen gewollt haben. Gerade jeder Nichtwähler darf sicher sein: Ich hätte das Ergebnis beeinflussen können, wenn ich zur Wahl gegangen wäre. Bei einem knappen Ergebnis wird auch klar, warum Wahlen von so vielen Bürgern als ehrenamtliche Wahlvorstände begleitet werden und nicht von Zählmaschinen oder Verwaltungen ersetzt werden können.

Das Ergebnis muss von der ersten Stunde an über jeden Zweifel erhaben sein. Es gibt zu viele Beispiele auf dieser Welt, bei der zwei Seiten den Sieg für sich reklamierten und daraus Unruhen oder Bürgerkriege entstanden sind. In Niedersachsen stand nachts der Sieger fest. CDU und FDP haben schnell akzeptiert, dass SPD und Grüne sich auf das Abenteuer einer Ein-Stimmen-Mehrheit einlassen wollen. Wir richten uns auf fünf Jahre Opposition ein, stehen aber jederzeit bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn die fragile Mehrheit zerbrechen sollte. I

ch bedanke mich sehr herzlich für Ihr Vertrauen, das Sie mit Ihrer Erststimme zum Ausdruck gebracht haben. Gestärkt durch die großartige Unterstützung in meinem Wahlkreis, bleibe ich ein starker Vertreter unserer Region in Hannover. Für Uelzen waren die letzten zehn Jahre gut. Jetzt wird es etwas schwieriger, aber spätestens 2018 steht Uelzen wieder vorne.

Jörg Hillmer ist Landtagsabgeordneter der CDU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Landtag.

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