Technisches Hilfswerk: Mitarbeiter stehen nach Ende der Wehrpflicht vor neuen Herausforderungen

Jederzeit bereit für einen Einsatz

Ewald Henschke, Peter Eisenmann, Ulrich Sebecke, Martin Koch, Richard Wilske, Hendrik Schulze, Marco Weiss und Benjamin Kottusch (von links) erhielten besondere Auszeichnungen für ihre langjährige Mitgliedschaft und Dienstbereitschaft beim Technischen Hilfswerk. Foto: Jansen

aja Uelzen. Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht im Jahr 2011 ist das Technische Hilfswerk (THW) zu einer reinen Freiwilligen-Organisation geworden.

An den bedeutenden Schnittpunkt, auf den zumindest der Ortsverband Uelzen gut vorbereitet war, erinnerte Karsten Steinmann bei der Jahreshelferversammlung.

„Wir verzeichnen 2011 den höchsten Stand der aktiven Helfer seit Jahren.“ 66 geschulte und qualifizierte Helfer sind jederzeit für den Einsatz bereit. 12 Mitglieder sind gerade nach Absolvierung der Grundausbildung als Helfer übernommen werden. „Hinzu kommen 17 ausgebildete Reservehelfer und 32 Althelfer, die uns auch für Einsätze zur Verfügung stehen.“ Beim letzten Elbehochwasser hatte sich erst gezeigt, wie durch den Einsatz der Althelfer die Organisation der Arbeitsabläufe vor Ort abgerundet werden konnte. Peter Sühnhold, erinnerte sich anlässlich des 50. Jahrestages der Hamburger Hochwasserkatastrophe, wie er, damals gerade 18 Jahre alt, am Abend aus dem Kino geholt wurde. „Die Filmvorführung wurde gestoppt, und vier von uns mussten sofort los, um die Wagen zu beladen“, erzählte er, als sei es gestern gewesen. „Dann sollten wir nach Hause, uns schlafen legen, damit wir morgens um sechs für die Abfahrt nach Hamburg bereit waren.“ Otto Lukat, in Hamburg aufgewachsen, hat miterlebt, dass gut vorbereitete Organisationen im Katastrophenfall unverzichtbar sind. „Wir sind froh, dass wir sie im Nacken haben“, bestätigte auch Ralf Munstermann von der Polizei Uelzen.

Um jederzeit einsatzbereit zu sein, verrichteten die freiwilligen Helfer im Jahr 2011 fast 20 000 Dienststunden. Nur rund 1500 Stunden davon waren sie im Einsatz und bei sonstigen technischen Hilfeleistungen, die anderen Stunden verbrachten sie bei Übungen, Standortausbildung, Lehrgängen sowie Eigenleistungen für die Liegenschaft, und mit der Jugendarbeit.

„Die wichtigste Aufgabe des THW besteht darin, für alle Fälle vorbereitet und dabei von jetzt auf gleich einsatzbereit zu sein“, betonte Karsten Steinmann, der Ortsbeauftragte des THW Uelzen, dafür stehen die Helfer täglich zur Verfügung.

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