Äbtissin Erika Krüger informierte beim Neujahrsempfang im Kloster Ebstorf über die Höhepunkte 2011

Jahresbilanz: 11 000 Besucher

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Erika Krüger, Äbtissin des Klosters Ebstorf, fordert einen beständigen Ausbau des Radwegenetzes.

Ebstorf. Rund 100 Hände schüttelte Erika Krüger, Äbtissin des Klosters Ebstorf, mit ihrem Konvent beim traditionellen Neujahrsempfang im Ebstorfer Kloster.

Und darüber zeigte sich Äbtissin Krüger sehr glücklich: „Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Menschen mit dem Kloster verbunden fühlen. “.

Wiedereinmal liegt ein arbeitsreiches Jahr hinter dem Konvent des Klosters Ebstorf. Konzerte, Ausstellungen, Führungen und viele weitere Veranstaltungen wurden organisiert. „Die Besucherzahlen sind im vergangenen Jahr weiter angestiegen“, freut sich Äbtissin Krüger. Waren es im Jahr 2010 noch rund 10 000 Besucher, so konnten 2011 über 1000 Besucher mehr begrüßt und gezählt werden, unter anderem Busreisende, Einzelwanderer, Pilgergruppen und wisschenschaftliche Besucher.

Aber auch die neu geschaffene Verbindung von Bad Bevensen nach Ebstorf wurde sehr gut angenommen. So können Interessierte einmal wöchentlich mit einem Bus nach Ebstorf kommen, das Kloster besichtigen und anschließend im Arboretum Melzingen gemütlich Kaffee trinken. Dass auch sehr viele Radfahrer den Weg nach Ebstorf finden, führt Krüger auf den beständigen Ausbau des Radwegenetzes zurück und forderte daher auf: „Bitte weiterbauen.“

Ein kleiner Wermutstropfen sind die sinkenden Besucherzahlen bei den regelmäßig stattfindenden Konzerten auf dem Nonnenchor und in der Prop-steihalle. „Es ist schade, das diese Angebote nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen“, bedauerte Krüger, „wahrscheinlich finden zeitgleich auch interessante andere Veranstaltungen statt. Und da unsere Zuhörer immer sehr begeistert waren, machen wir auf jeden Fall weiter.“

Besonderer Höhepunkt des Jahres ist das Klosterhofkonzert, welches ausschließlich von Ebstorfer Musikgruppen und Chören gestaltet wird. Als ein beliebtes Filmobjekt hat auch das Fernsehen das Kloster entdeckt. „NDR, WDR und Arte haben uns besucht. Die Resonanz auf die Ausstrahlung der Sendungen war großartig.“

Immer wieder erreichen das Kloster Anfragen nach Leihgaben, die im Rahmen von Sonderausstellungen gezeigt werden. „Im vergangenen Jahr wurde angefragt, ob der heilige Mauritius, der Schutzpatron des Klosters „ausgeliehen“ werden kann“, berichtete Äbtissin Erika Krüger. „Dieser Anfrage konnten wir nicht stattgeben, denn was ist ein Kloster ohne seinen Schutzpatron?!“

Als sehr beliebte Veranstaltungen erwiesen sich auch das Laterne laufen für Kindergartenkinder und das Kreuzgang-singen. „Hier laufen Überlegungen, wie wir den Besucheransturm weiterhin bewältigen können.“

Zwei Damen haben im vergangenen Jahr das Kloster verlassen, in nächster Zeit werden zwei neue Damen im Konvent aufgenommen. Sehr stolz ist Äbtissin Krüger, dass in diesem Jahr eine Rampe gebaut wird, so dass das Kloster barrierefrei zu erreichen ist.

Eine besondere Tradition im Kloster ist es, dass die Ebstorfer Sternensinger auf ihrer Reise durch die Gemeinde dort Halt machen um ihre Botschaft zu überbringen und die Sammelbüchse kreisen zu lassen. In diesem Jahr wurde für das Partnerland Nicaragua unter dem Motto „Klopf an Türen, pocht auf Rechte“ gesammelt.

Von Meike Bornemann

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