Für Menschen mit Behinderungen fehlen an Schulen vor allem noch Fahrstühle

Jahre bis zur Barrierefreiheit

Uelzen/Landkreis. Jahre werden noch vergehen, bis im Landkreis Uelzen für Schüler und Lehrer mit körperlichen Behinderungen ein barrierefreier Zugang zu allen Unterrichtsräumen an weiterführenden Schulen möglich sein wird.

Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Jahr 2002 wurde zwar bereits kräftig in einen barrierefreien Zugang investiert – Rampen, Treppenlifte und Fahrstühle sind in vielen der Schulen zu finden –, allerdings steht die Kreispolitik vor der Aufgabe, weitere Gelder für noch ausstehende Maßnahmen aufzubringen.

Ausgehend von einer vom Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg in den vergangenen Monaten erarbeiteten Übersicht zur Barrierefreiheit an weiterführenden Schulen in Trägerschaft des Landkreises ist mit Kosten von mehreren hunderttausend Euro zu rechnen. Während der jüngsten Sitzung des Schulausschusses, bei der die Übersicht vorgestellt wurde, forderte der Vorsitzende des Gremiums, Martin Oesterley, die Kreisverwaltung und das Gebäudemanagement auf, Möglichkeiten der Förderung zu prüfen.

Martin Oesterley

„Wir werden sicher nicht alles auf einmal machen können, wir müssen es nach und nach abarbeiten“, sagte Oesterley in Hinblick auf die Zahl der Maßnahmen. Das Gebäudemanagement berichtete, dass noch mindestens neun Fahrstühle in Bildungseinrichtungen eingebaut werden müssten. Könnten Treppenaufgänge genutzt werden, sei mit Kosten von je 50 000 Euro zu rechnen. Bei einem Bodendurchbruch seien die Ausgaben höher, so Eckhardt Meier, Fachbereichsleiter beim Gebäudemanagement.

Eckhardt Meier

Handlungsbedarf besteht vor allem an der Oberschule in Uelzen. Bislang sei ein Zugang zu den Obergeschossen nicht gewährleistet, so Meier. Um dies zu ändern, müssten aufgrund der Gebäudegestaltung drei Fahrstühle eingebaut werden. Zudem sei die Schule noch mit zwei Behinderten-WCs auszustatten. Auch an der Oberschule in Ebstorf könne ein Zugang zu allen Geschossen nur durch einen hohen baulichen Aufwand sichergestellt werden, sagte der Fachbereichsleiter weiter. Auch in dieser Schule seien drei Fahr-stühle einzubauen.

Von Norman Reuter

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