Wochenmarkt in der Innenstadt: „Ja“ zum neuen Standort

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Die Mehrheit der Kunden schlendert an Wochenmarkttagen gerne über die für den Fahrzeugverkehr dann gesperrten Marktstraßen. Das Ergebnis der Befragung soll jetzt Grundlage für eine öffentliche Diskussion werden.

Uelzen. Die Skepsis ist der Zufriedenheit gewichen: Die Umsiedlung des Uelzener Wochenmarktes vom Gelände am Rande der Innenstadt direkt in die City hat sich bewährt – das ist das Fazit einer großen Umfrage, die die Stadt Uelzen im November 2010 gestartet hatte. 841 Kunden, 53 Wochenmarkt-Beschicker und 46 Einzelhändler aus den angrenzenden Geschäften hatten die umfassenden Fragebögen ausgefüllt.

Die wichtigsten Ergebnisse: Alle drei Gruppen sind mit dem Wochenmarkt zufrieden. In Schulnotensystematik bewerten die Kunden sowie die Wochenmarkthändler ihre Zufriedenheit mit 2,6 und die Einzelhändler mit 2,8.

Die Mehrheit der befragten Kunden (55%), Wochenmarkthändler (87%) und Einzelhändler (63%) befürwortet den neuen Standort. Die Parkplatzsituation wird von den Besuchern offensichtlich anders wahrgenommen als von den Marktbeschickern und den Geschäftsinhabern. Denn 55% der Kunden halten die Parkmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Wochenmarkt für gut oder ausreichend, während Markthändler (58%) und Einzelhandel (57%) den Parkraum mit unzureichend beurteilen. Immerhin 59% der Besucher nutzen das Auto, um in die Stadt zu kommen.

Die Marktkunden kommen zu 80% aus dem Stadtgebiet. Die Zusammensetzung des Angebotes wird als vielfältig (56%) oder zumindest als ausreichend (37%) betrachtet. Viele Menschen (57 %) verbinden den Marktbesuch mit anderen Einkäufen oder Aktivitäten in der Stadt. Die Kunden besuchen den Vitalmarkt jetzt – insgesamt betrachtet – häufiger als früher den Markt am alten Standort.

60% der Marktbeschicker verzeichnen durch die Verlegung des Marktes in die Innenstadt eine Umsatzsteigerung, Einbußen dagegen haben 11% der Händler. Die meisten Markthändler (72 %) gehen von einer Zunahme der Besucherzahl aus.

Bei den Geschäftsinhabern erklären 63%, dass der Umzug des Wochenmarktes keinen Einfluss auf ihren Umsatz hat. 22% verzeichnen Einbußen, 13% hingegen einen gesteigerten Umsatz.

Die Marktumfrage wird als Grundlage für eine öffentliche Diskussion in die Gremien der Stadt Uelzen einfließen. Zuvor wird sich die Projektgruppe Wochenmarkt mit der Thematik befassen. „Hier besteht gemeinsam die Chance, aus der Umfrage Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Vitalmarktes und der Innenstadt insgesamt abzuleiten“, sagt Bürgermeister Otto Lukat. So enthalten viele Fragebögen auch zusätzliche Anregungen oder kritische Anmerkungen wie beispielsweise zur Auswahl an Bioprodukten, zur Lage und zum Aufbau der Stände.

Von Thomas Mitzlaff

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