Veranstaltungen zum Klimaschutzkonzept beendet / Vertreter der Bildungseinrichtungen regen Vergabe eines Klimaschutzpreises an

Intensive Öffentlichkeitsarbeit ist der rote Faden

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Auf den Veranstaltungen für die Erstellung eines Uelzener Klimaschutzkonzepts wurden viele Anregungen gesammelt und Probleme diskutiert.

Uelzen. Wirtschaft und Bildung – zwei wichtige Partner für den Klimaschutz in Uelzen. Deshalb ging es jetzt in zwei Veranstaltungen an einem Tag darum, Klimaschutzmaßnahmen zu diesen Bereichen weiter auszuarbeiten.

In der Arbeitsgruppe Bildung diskutierten Vertreter der Schulen und Kindergärten, welchen Beitrag Uelzener Bildungseinrichtungen zum Klimaschutz leisten können. Maßnahmen der Unternehmen und Fördermöglichkeiten waren Themen des anschließenden Uelzener Wirtschaftstreffens (AZ berichtete). Bereits im Februar kamen die Arbeitsgruppen Uelzener Bürger und Verwaltung zusammen. Nun liegt die Arbeit beim Büro KoRiS, das mit der Konzepterstellung beauftragt ist. Es bündelt die Maßnahmen in einem Maßnahmenkatalog. „Dieser Katalog ist das Herzstück des Klimaschutzkonzeptes“, erklärt Stephanie Rahlf von KoRiS.

Die Arbeitsgruppe Bildung ist sich einig: Für Klimaschutz-Aktivitäten an Schulen und Kindergärten sind Anreize wichtig. Eine Idee ist daher, einen regionalen Klimaschutzpreis auszuloben, der besonders engagierte Bildungseinrichtungen in der Stadt auszeichnet. Auch Fifty-Fifty-Projekte, bei denen Schulen ihre Energiekosten senken und im Gegenzug die Hälfte der Einsparungen zurück erhalten, sollten in Uelzen angeboten werden.

Die Woltersburger Mühle, die kürzlich gemeinsam mit NABU und BUND ein Zentrum für Naturerlebnis und Umweltbildung gegründet hat, plant als Ergänzung einen Energie-Erlebnispfad. Der Pfad soll Themen wie Energieeffizienz und Energieverbrauch anschaulich darstellen und erlebbar machen.

Ein roter Faden zieht sich durch alle Veranstaltungen: der Wunsch der Teilnehmenden nach einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit rund um das Thema Klimaschutz, um es bei möglichst vielen Uelzener Bürgern und Institutionen auf die Tagesordnung zu bringen. Auch die Einrichtung einer unabhängigen Anlaufstelle, die Informationen zur Verfügung stellt, Erstberatung anbietet und als Lotse für den Klimaschutz fungiert, wäre nach Meinung der Teilnehmenden der Veranstaltungen wichtig.

Am 29. April wird das Klimaschutzkonzept Thema in einer öffentlichen Sitzung des Bauausschusses sein: KoRiS wird in dieser Sitzung die Ergebnisse vorstellen. Umfangreiche Informationen über das Uelzener Klimaschutzkonzept und den bisherigen Prozessverlauf bietet auch die Homepage der Stadt Uelzen unter www.uelzen.de (Bürger/Gesundheit und Umwelt/Klimaschutz).

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