Drei Gebäude werden abgerissen: Uelzen bekommt ein neues (Geschäfts-)Gesicht

Die Innenstadt im Wandel

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Wilgrü und das „City-Dinner“ stehen bereits leer, im Juni wird auch das Juweliergeschäft Meyer-Nehls geräumt werden. Dann werden die drei Gebäude abgerissen und machen Platz für einen neuen Gesamtkomplex.

Uelzen. Es kommt noch mehr Bewegung in das Bild der Uelzener Innenstadt: Das Modehaus Wilgrü, das Juweliergeschäft Meyer-Nehls und „City-Dinner“ werden abgerissen.

Auf den Grundstücken wird die ROSCO Unternehmensgruppe aus Bad Hersfeld einen neuen Gesamtkomplex errichten, in dem voraussichtlich Einzelhändler unterkommen. Nach AZ-Informationen sind bereits Modehäuser wie C&A und H&M im Gespräch.

Die Stadt Uelzen hüllt sich aber noch in Schweigen, was die Namen der künftigen Mieter betrifft. Es sei seit langem auch ein Wunsch der Stadt Uelzen, dass diese größeren Einzelhandelsketten in der Innenstadt vertreten sind, sagt der städtische Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. „Derzeit geht es um die drei Parzellen“, zeigt er sich zufrieden, „für die Stadt Uelzen ist es eine hervorragende Entwicklung.“ Zwar werde durch den Abriss wieder eine Baulücke in der Kernstadt entstehen, aber „sehr bald“ werde dort ein Neubau errichtet.

Dass an der Stelle monatelang ein Trümmerfeld wie auf dem Gelände des ehemaligen Katasteramtes und beim Café Harder zu sehen sein wird, hält Scheele-Krogull für unwahrscheinlich. „Wenn ich investiert habe, möchte ich auch Profit herausschlagen“, erläutert er. So sei es naheliegend, dass es mit dem Neubau schnell vorangehe. Ausschließen könne die Stadtverwaltung solch eine Baulücke allerdings nicht, aber „Eigentum verpflichtet“, betont er.

Der Kaufvertrag mit dem Juweliergeschäft Meyer-Nehls ist bereits abgeschlossen. Etwa sechs Monate lang hat Wolfgang Meyer-Nehls mit dem Investor verhandelt. Schließlich habe er sich für den Verkauf entschieden, weil sich die Standorte des Juweliers in verschiedenen Städten wie etwa in der Europapassage Hamburg überdurchschnittlich gut entwickelt haben. Das Goldhaus Ohmstedt, das er an der Veerßer Straße in Uelzen betreibt, soll künftig noch mehr erweitert werden. Zum 15. Juni wird der Inhaber ebenso wie Wilgrü und „City-Dinner“ das Geschäft schließen und die Räume besenrein übergeben, erklärt Geschäftsführer Jörg Fiedler. Der Räumungsverkauf hat bereits begonnen und wird andauern, bis das letzte Stück verkauft ist, kündigt er an – voraussichtlich bis Ende Mai.

Von Diane Baatani

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