BGS-Gelände Bad Bodenteich: Investor stellt Projekt am 8. August vor

Inklusion statt Stacheldraht

+
35 Gebäude auf 25 Hektar: Der Buchholzer Investor Markus Schmidt will mehrere Generationen auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Bad Bodenteich vereinen.

Bad Bodenteich. Noch spricht Markus Schmidt nur von „Absichten“, doch sein Konzept steht. Der Buchholzer will das ehemalige BGS-Gelände in Bad Bodenteich übernehmen und dort ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt unter dem Titel „Multidimensionale Inklusion“ errichten.

„Das Projektwerk Bad Bodenteich will ein Ort für Menschen jeder Herkunft sein, aber mit einem gemeinsamen Ziel“, formuliert es Schmidt auf seiner Internetseite, die bereits seit zwei Monaten im Netz steht. Dabei steht noch gar nicht fest, dass der Marketing- und IT-Experte, der laut eigener Aussage nebenher seit 1986 im Bereich Jugendarbeit tätig ist, das Gelände übernimmt. Erst muss die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) grünes Licht geben. Am 8. August stellt der Investor dem Rat der Gemeinde sein Vorhaben in öffentlicher Sitzung vor. Einen Vertragstermin mit der BImA hat der Investor am 1. September. Die Seite im Internet, so Schmidt, sei für Partner und Investoren gedacht.

„Wir sind schon seit einigen Jahren an der Sache dran und haben schon einige ehemalige Kasernen besichtigt“, schildert Markus Schmidt. Doch in Bad Bodenteich seien die Situation und der Zustand der Anlage sehr gepflegt, lobt der Buchholzer. 35 Gebäude befinden sich auf dem 25 Hektar großen Gelände. Die Jugendberufsbildung sei das Zentrum und der Ausgangspunkt des gesamten Projektwerkes. „Casting fürs Leben“ lautet die Überschrift. Dabei sei es egal, ob junge Menschen aus Asylantenfamilien, mit oder ohne Migrationshintergrund, mit oder ohne Behinderung, Benachteiligung, mit oder ohne Genie und Hochbegabung teilnehmen. Das Jugendberufsbildungsjahr bietet für jeden ein Jahr der Orientierung und der Zielfindung. Nach diesem Jahr soll jeder Teilnehmer seinen Ort gefunden haben für eine Ausbildung, eine Arbeit, eine eigene Gründung. Die Sanierung und der Umbau der bestehenden Immobilien ist nicht nur ein notwendiges Übel, sondern gewollter Bestandteil des Projektes. Für ältere Menschen, die Hilfe beim eigenständigen Leben benötigen, wird im Laufe der Zeit eine eigene ambulante Pflegestation mit qualifiziertem Personal aufgebaut.

Von Jörn Nolting

Einen weiteren Artikel dazu lesen Sie am Dienstag in der AZ.

Kommentare