Wolter-Mitarbeiter beschließen Spendensammlung auf ihrer Weihnachtsfeier

Initiative für Uelzer Tafel

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Uelzen. Bei der eigenen Weihnachtsfeier an andere denken: Bei der Betriebsfeier der Firma Wolter nahm eine Spendeninitiative zugunsten der Uelzer Tafel ihren Lauf. Eine Summe von 2000 Euro konnte überreicht werden.

Die Idee kam Betriebsratsmitglied Andreas Schmidt, als er an der Ausgabestelle der Tafel am Bohldamm vorbeikam. Auf der Weihnachtsfeier konnte er seine 170 Kollegen für das Vorhaben begeistern und fortan wurde kräftig gesammelt. „Über das Internet wurde sich dann über aktuelle Zwischenstände ausgetauscht und gegenseitig zu weiteren Spenden animiert“, beschreibt Schmidt die darauf folgende Eigendynamik.

So kamen unter den 170 Mitarbeitern der sechs Wolter-Betriebe im Kreis 2000 Euro zusammen. Beim Überreichen des Ertrags an den Vorsitzenden der Uelzer Tafel, Gerard Minnaard, sprach dieser allen Spendern seinen Dank aus und verriet, wofür das Geld verwendet werden soll: „Uns entstehen vor allem Kosten für den Transport und die Lagerung der Lebensmittel, die wir an unseren Ausgabeterminen anbieten.“

Organisiert werde der Ablauf von rund 80 Ehrenamtlichen, die Lebensmittel stellen 70 Geschäfte der Region kostenlos zur Verfügung. „Unsere Fahrer sind an vier Tagen in der Woche unterwegs, um die Waren zu holen“, erklärt Minnaard, „außerdem muss stets gewährleistet sein, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird.“ Vor allem für Benzinkosten, Strom und Instandhaltung der Geräte und Fahrzeuge sei man auf Zuwendungen angewiesen. Seit mehr als 15 Jahren gibt es die Einrichtung für Bedürftige in Uelzen. An zwei Tagen in der Woche bietet sie Lebensmittel an, etwa 140 Personen nehmen dieses Angebot durchschnittlich wahr. „Hinzu kommt eine wöchentliche Essensausgabe, zu der im Schnitt etwa 80 Leute kommen“, schätzt der Vereinsvorsitzende.

Dass sich die Mitarbeiter für einen guten Zweck derart ins Zeug legen, erfüllt Maik Frommhagen von der Betriebsleitung mit Stolz. „Allein, dass die Initiative von ihnen selbst ausging, finde ich bemerkenswert.“

Frommhagen und Schmidt können sich deshalb gut vorstellen, dass sich aus der spontanen Spendenaktion in den nächsten Jahren eine vorweihnachtliche Tradition entwickelt.

Von Karsten Tenbrink

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