Hamburger Grundstücksmarkt ist leer gefegt – davon profitiert die Region Uelzen

Immobilienbesitzer im Glück

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Die Nachfrage nach Häusern und Flächen ist ungebrochen groß. Weil im Hamburger Raum kaum noch Eigentum zu bekommen ist, stiegen 2013 die Verkäufe in der Region Uelzen.

Uelzen/Landkreis. Eigentümer von Flächen und Häusern im Landkreis Uelzen profitieren zunehmend vom überlaufenen Hamburger Grundstücksmarkt.

Immobilien oder Grundstücke seien in der Elbestadt und ihrem Speckgürtel kaum noch zu bekommen, und wenn, dann nur zu horrenden Preisen, schildert Rainer Leppel, stellvertretender Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte Lüneburg. Die weiterhin bestehende Nachfrage bei Flächen und Gebäuden führe dazu, dass nun auch die Region Uelzen sowie die umliegenden Landkreise als Wohngebiete stärker in den Blick genommen würden.

In Zahlen ausgedrückt: 2013 verzeichnete der Gutachterausschuss, der Trends und Preisentwicklungen auf dem Grundstücksmärkten verfolgt, für den Landkreis Uelzen einen Zuwachs bei den Kaufverträgen von 1,5 Prozent. Der Umsatz auf dem Immobilienmarkt lag bei 119 Millionen Euro, ein Plus von 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zusammengefasst hat der Ausschuss die Jahresergebnisse im aktuellen Grundstücksmarktbericht, der nun vorgelegt wurde. Darin zu finden sind auch Angaben zu den Wohnflächenpreisen, die ebenfalls gestiegen sind, was für Rainer Leppel angesichts der größeren Nachfrage in der Region nicht verwunderlich ist. „Die Nachfrage bestimmt den Preis – das ist eine gültige Formel“, sagt er.

Für Ein- oder Zweifamilienhäuser ist demnach der Quadratmeterpreis 2013 um 5,8 Prozent im Kreis Uelzen gestiegen. Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften gab es ein Plus von 1,6 Prozent – im Vergleich zu einem Minus von 0,3 in 2012. Bei Eigentumswohnungen erhöhten sich die Preise im Schnitt um 1,9 Prozent. Der Bericht weist aus: Pro Quadratmeter Wohnfläche wurden im Landkreis für Ein- oder Zweifamilienhäuser verschiedener Bauepochen durchschnittlich zwischen 495 Euro und 1269 Euro gezahlt. Und: Der mittlere Kaufpreis eines freistehenden zehn Jahre alten Ein- oder Zweifamilienhauses lag bei 198 000 Euro.

Dass die Nachfrage nach Eigentum besteht, erklärt sich Rainer Leppel mit der gegenwärtigen Finanz- und Arbeitsmarktsituation. Geld sei wegen geringer Zinsen zu günstigen Konditionen zu bekommen, zudem gebe es einen stabilen Arbeitsmarkt. „Das sind günstige Voraussetzungen für den Erwerb von Grundstücken und Immobilien“, so Leppel.

Von Norman Reuter 

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