Stadt und Polizei registrieren zahlreiche Beschwerden wegen Ruhestörungen

Immer wieder Ärger um Lärm

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Feiern unter freiem Himmel: Da sollte man Rücksicht auf die Nachbarn nehmen, um Ärger zu vermeiden, rät die Polizei.

Uelzen/Landkreis. Die ersten Einsätze wegen abendlicher Ruhestörungen haben die Uelzener Ordnungshüter bereits hinter sich (AZ berichtete). Für das Wochenende ist erneut bestes Grillwetter angesagt.

„In den vergangenen Tagen dürften bestimmt schon ein halbes Dutzend Vorfälle wegen Ruhestörungen bei der Uelzener Polizei aufgelaufen sein“, berichtet Antje Freudenberg, Sprecherin der Polizei in Lüneburg. Bei der Stadt Uelzen als Ordnungsbehörde sind nach Angaben von Sprecher Markus Nieber in diesem Jahr bereits 20 schriftliche und zirka 150 mündliche beziehungsweise Anrufe wegen Ruhestörungen eingegangen.

In Sachen Ruhezeiten beziehungsweise Nachbarschaftsschutz grassiere immer noch eine gewisse Unkenntnis. Das vermeintliche Gewohnheitsrecht, einmal im Jahr dürfe man durchaus lautstark feiern, sei Quatsch. „Grundsätzlich ist ab 22 Uhr Nachtruhe“, sagt Freudenberg. Umgekehrt: Eine Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr sei gesetzlich nicht verankert. „Die kann aber in Hausordnungen festgelegt sein.“

Wer seinen Grillabend mit Musik untermalen wolle, der sollte vorher die Nachbarn informieren, rät Freudenberg. Es sei immer besser, erst mit den Nachbarn zu reden als sofort die Ordnungshüter herbeizurufen. Nur: „Manche Leute trauen sich aus diversen Gründen nicht, den Nachbarn auf den von ihm verursachten Krach hinzuweisen.“

Sind die Beamten vor Ort, sprechen sie in den meisten Fällen erst einmal eine Verwarnung aus. „Es kann aber auch sofort eine Verwarnungsmeldung geschrieben werden“, so Freudenberg. Die wird dann an die örtliche Ordnungsbehörde weitergeleitet, die den Fall das weiter bearbeitet und eventuell Bußgelder verhängt. Muss die Polizei erneut auftauchen, wird’s unangenehm. Eine Meldung an die Ordnungsbehörden werde dann in jedem Fall geschrieben, auch können die Beamten die Lärmquelle (Musikanlage etc.) beschlagnahmen. „Das Bußgeld kann dann im dreistelligen Bereich liegen, weiß Antje Freudenberg.

Von Jens Schopp

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