Stadt Uelzen entsorgt liegen gebliebene Gegenstände jetzt auf Kosten der jeweiligen Anwohner

Immer Ärger mit dem Sperrmüll

Müllberge an Straßen sind kein schöner Anblick – und längst nicht alles, was hier von Anwohnern abgeladen wird, gehört auch tatsächlich in den Sperrmüll. Foto: Benecke

Uelzen. Fernseher, Waschmaschinen, Gefriertruhen und Baustellenabfälle haben eines gemeinsam: Sie gehören nicht in den Sperrmüll. Doch nach jedem Abfuhrtermin bietet sich an Straßenrändern das gleiche Bild.

Längst nicht alles wurde von der Müllabfuhr mitgenommen, manche Haufen blockieren noch tagelang die Bürgersteige und sind auch ein optisches Ärgernis.

Die Stadt Uelzen reagiert jetzt auf diese Form der illegalen Müllentsorgung: So wurde einem Anwohner der Luisenstraße, der einen Kühlschrank an die Straße gestellt und auch nicht nach Aufforderung wieder entfernte, eine Rechnung von 47 Euro für die Entsorgung durch die Stadt geschickt. Hätte der Anlieger das Gerät selbst beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises abgegeben, wäre die Entsorgung kostenlos gewesen.

„Überall dort, wo nicht zum Sperrmüll gehörende Gegenstände liegen bleiben, müssen die Müllsünder damit rechnen, die uns entstehenden Entsorgungskosten in Rechnung gestellt zu bekommen“, erklärt dazu Stadtsprecherin Ute Krüger. Denn jeder Anwohner ist dazu verpflichtet, die vom AWB nicht mitgenommenen Gegenstände wieder von der Straße zu entfernen und selbst zu entsorgen. Selbstverständlich gehe man Hinweisen nach, die zu den Verursachern der Müllberge führen, betont Krüger: „Denn sonst muss der Steuerzahler für die Säuberungskosten aufkommen.“

Zum Sperrmüll gehören nur große und sperrige Abfälle, die sich nicht zerlegen, zerreißen oder zerbrechen lassen und die wegen ihrer Sperrigkeit, ihres Gewichtes oder ihrer Materialbeschaffenheit nicht in die normalen Mülltonnen passen. Dazu gehören Möbel oder auch Ölöfen (ohne Ölreste). Die Gegenstände dürfen allerdings nicht schwerer als 50 Kilogramm sein.

Nicht in den Sperrmüll gegeben werden dürfen Elektrogeräte aller Art und Abfälle, die bei Bau- und Renovierungsarbeiten anfallen wie Türen, Fenster, Sanitäreinrichtungen, Betonteile, Steine und Zäune. Auch Autoteile sowie Baum- und Strauchschnitt bleiben grundsätzlich liegen. Informationen über die Entsorgungsmöglichkeiten dieser Gegenstände gibt es im Müllkalender des Kreises.

Von Thomas Mitzlaff

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