Landtagspräsident Bernd Busemann besucht Uelzener Versicherungen: „Impuls für Kommunalwahl“

„Ich sehe eine Gefahr für die A 39“

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Die Uelzener Versicherungen werben mit Fotos von Mitarbeitern und ihren Tieren, die auch im Eingangsbereich des Unternehmens hängen. Bernd Busemann (2. von links) und Dr. Theo Hölscher (3. von links) fanden bei der Betrachtung schnell ins Gespräch.

Uelzen. Landespolitik trifft Uelzener Unternehmen: Ein harmonischer Besuch war es gestern vom Landtagspräsidenten Bernd Busemann (CDU) und seinen Parteikollegen – Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer sowie Mitglieder des CDU-Kreisvorstandes – bei der Uelzener Versicherungen.

Dr. Theo Hölscher, Vorstandsvorsitzender der Uelzener Versicherungen, konnte neben den Hinweisen auf die Erfolgreichen Teilnahmen der Unternehmensfußballer am Firmen-Cup auch ein zuletzt auf knapp 84 Millionen Euro gestiegenes Unternehmensergebnis und eine auf über 200 gewachsene Mitarbeiterzahl verweisen. Allein in den vergangenen sechs Jahren seien über 40 Mitarbeiter eingestellt worden.

Busemann stellte sich als Kenner der Reitsportszene dar und wusste zu berichten, dass die Versicherung hier definitiv eine Marke sei und im „positiven Sinne in den Köpfen der Leute präsent“.

Am Rande des Treffens äußerte Busemann aber auch Bedenken bezüglich der A39. „Ich sehe die Gefahr, dass sie nicht kommt.“ Was, so Busemann, nützten die offiziellen Aussagen eines Minister und ein Verkehrswegeplan, wenn sich die Grünen in der Landesregierung mit einer ablehnenden Haltung durchsetzten?

Zuvor hatte Hölscher den geplanten Autobahnausbau, aber insbesondere auch den Ausbau der Datenautobahn als besonders bedeutsam für die Zukunft des Uelzener Unternehmens betont. Für rund die Hälfte des Unternehmenserfolges zeige sich mittlerweile das Internet als Vertriebsweg verantwortlich. Teilweise, so Hölscher, weiche man wegen deren besserer Datenleitungen auf Dienstleister aus.

Unabhängig davon sei die Tierkrankenversicherung die tragende Säule des wachsenden unternehmerischen Erfolges und dabei der am stärksten wachsende Bereich. In Anspielung auf eine schweizer Bon-Bon-Marke sagte Hölscher stolz: „Wir haben’s erfunden – und nicht eine von den großen Versicherungen.“

Busemann wertschätzte die Versicherung als herausragendes Unternehmen und machte deutlich, dass er sich von einem Besuch wie diesem vor den Kommunalwahlen auch einen Impuls erhoffe: „Gerade in diesen Zeiten und vor dem Hintergrund der Ereignisse in der Türkei sollten die Bürger ihr Wahlrecht zu schätzen wissen.“ Als Möglichkeit des Mitbestimmens und als Wertschätzung der demokratischen Parteien und ihren Kandidaten.

Von Steffen Kahl

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