Fraktionsvorsitzender will weiterhin als Anwalt arbeiten / CDU-Vereinigung schlägt Karsten Jäkel vor

Hüdepohl kandidiert nicht

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Für wen wird nach dem 25. Mai in Otto Lukats Büro im Rathaus Uelzen das Licht brennen? Die CDU-Mittelstandsvereinigung macht sich für Karsten Jäkel stark. Stefan Hüdepohl hingegen will sich nicht zur Wahl stellen. Archivfoto: Wendlandt

Uelzen. Für den Vorsitzenden der Uelzener CDU-Stadtratsfraktion, Stefan Hüdepohl, steht es fest: Er tritt im Mai 2014 nicht zur Bürgermeister-Wahl an.

„Unter Abwägung aller Argumente habe ich mich für meinen eigentlichen Beruf entschieden“, erklärt er auf AZ-Nachfrage. Dabei hätten auch die Überlegungen seiner Kollegen in der Rechtsanwaltskanzlei eine Rolle gespielt. „Meine Sozien haben auch ein Interesse daran, mich im Büro zu halten“, erläutert Hüdepohl. Seine Aktivität in der Fraktion will er aber fortsetzen, betont er.

Jochen Springer

Unterdessen stärkt sein Kollege Jochen Springer aus derselben Kanzlei in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU/CSU dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes, Karsten Jäkel, den Rücken. Die MIT schlägt den stellvertretenden Bürgermeister für das Amt des Bürgermeisters vor. „Es wird Zeit, dass endlich ein Hut in den Ring geworfen wird“, erklärt Springer und teilt mit, dass andere Kandidaten für den Posten nicht zur Verfügung stünden. Hüdepohl habe „im Vieraugengespräch“, so Springer, klargestellt, dass er das Amt nicht übernehmen wolle. „Es werden viele Namen diskutiert, aber tatsächlich zur Kandidatur bereit und auch geeignet ist nur Karsten Jäkel“, sagt Springer. „Außerdem kann es für die Wirtschaft in der Stadt Uelzen nur gut sein, wenn mit einem selbstständigen Mittelständler unternehmerisches Denken im Rathaus einzieht“, argumentiert Springer.

Karsten Jäkel

Jäkel selbst, der auch dem Kreisvorstand der MIT angehört, weist darauf hin, dass es neben ihm noch weitere Bewerber um den Posten gibt. Bei der Vorstandssitzung des Stadtverbandes am Donnerstag sei man noch zu keiner Entscheidung gekommen, berichtet Jäkel. Es bestehe auch noch die Möglichkeit, weitere Personen zu benennen. So habe es auch aus einem Ortsverband am Donnerstag einen weiteren Vorschlag gegeben. Der Uelzener CDU-Stadtverband hat sich als Frist gesetzt, bis zum 1. Februar einen Bürgermeister-Kandidaten zu nominieren.

„Wir haben ein klares Signal bekommen, dass wir einen geeigneten Kandidaten aus den eigenen Reihen aufstellen wollen“, berichtet Jäkel von der jüngsten Vorstandssitzung. Beim nächsten Treffen des Vorstands Mitte Januar wolle man weitersehen, damit Ende Januar auf der Mitgliederversammlung des Stadtverbandes der Bürgermeister-Kandidat gewählt werden könne.

Von Diane Baatani

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