Der Kirchenkreis Uelzen erhält 300 000 Euro weniger aus Hannover

Hohe Einbußen ab 2013

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Uelzen/Landkreis. Der Kirchenkreis Uelzen erhält für das kommende Jahr eine Zuweisung über 4,6 Millionen Euro von der Landeskirche.

Schon jetzt ist deutlich, dass in den Folgejahren – zwischen 2013 und 2016 – dem Kirchenkreis etwa 300 000 Euro weniger zur Verfügung stehen werden.

Die Kürzung der Finanzmittel wirkt sich, wie auch in anderen Kirchenkreisen, auf alle Aufgaben-Bereiche aus. So wird unter anderem auf eine ganze Pfarrstelle verzichtet, berichtete auf der Sitzung des Kirchenkreistages am Montagabend in Gerdau Pastor Uwe Mestmäcker aus dem Stellenplan- und Strukturausschuss. Die Verwaltung fusioniert mit Lüchow-Dannenberg und das Uelzener Diakonische Werk mit Lüneburg-Bleckede. Auch in der Kirchenmusik und in der Kinder- und Jugendarbeit werden Einsparungen zu spüren sein.

Für die Mitglieder des Kirchenkreistages steht fest: Für die Aufgaben werden immer mehr ehrenamtliche Helfer benötigt. Aufgrund der Arbeit an den Spar-Konzepten so kurz vor den Kirchenvorstandswahlen, die für den 18. März 2012 terminiert sind, fürchten die Beteiligten um ein sinkendes Interesse am Amt des Kirchenvorstehers. „Es ist auch eine ganz spannende Aufgabe“, macht Propst Jörg Hagen auf AZ-Nachfrage Mut, „eine schwierige Situation fordert ja auch gerade unsere Fantasie, zu schauen, was mit weniger Mitteln möglich ist.“

Die Höhe der Sparquote ist abhängig von der Zahl der Gemeindemitglieder in den Kirchenkreisen. So liegt zum Beispiel die Kürzung im Bereich Verkündigung im Kirchenkreis Uelzen über dem Durchschnitt. „Die weitere Kürzung von Pfarrstellen können wir nicht gutheißen, da es im Bereich pfarramtlicher Arbeit schon jetzt wenig Spielraum zur weiteren Ausdünnung gibt“, erklärte dazu Julia Koll, Pastorin in der Veerßer Kirchengemeinde. Thema des Tages auf Seite 4

Von Diane Baatani

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