Kreis Uelzen bewirbt sich beim Bund um 80-Prozent-Förderung für die Sanierung der Berufsbildenden Schulen I

Hoffen auf einen Griff in die „Lottokasse“

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Ein Nachhaltigkeitszertifikat hat die BBS I bereits. Jetzt hofft man für die anstehende Sanierung der Gebäude auf Fördergelder aus einem Programm des Bundesumweltministeriums.

Uelzen. Mindestens 13,36 Millionen Euro wird die Sanierung der Gebäude der Berufsbildenden Schulen I (BBS I) an der Scharnhorststraße kosten.

Um die Summe für den Kreis zu verringern, soll sich das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg jetzt um eine Förderung aus dem Programm „Kommunale Klimaschutzmodellprojekte“ des Bundesumweltministeriums bemühen. Sie könnte laut Eckardt Meier, Technischer Leiter des Gebäudemanagements, bis zu 80 Prozent betragen.

„80 Prozent wären für uns eine Menge Holz und ein Griff in die Lottokasse“, sagte Schulausschussvorsitzender Martin Oesterley. Wenn die Förderung fließen würde, müsste man die Schule zwar umweltfreundlicher sanieren als bisher geplant, aber mit der Förderung könnten die Mehrkosten mehr als nur aufgefangen werden.

Vielleicht könne die Schule mit dem gerade verliehenen Nachhaltigkeitszertifikat bei der Bewerbung um Fördergelder punkten, hofft BBS I Schulleiter Stefan Nowatschin.

Geplant ist der Bau eines zusätzlichen Stockwerks auf einem Verbindungsbau zwischen dem 200er und 300er Trakt. Außerdem muss laut Meier die komplette Elektronik in den Gebäuden erneuert werden. Die Heizungsanlage wird durch eine Pelletheizung ersetzt, deren Silo im Innenhof aufgestellt wird. Alle Klassenräume erhalten neue Akustikdecken, um die Lärmproblematik zu beseitigen und werden zuvor komplett entkernt. Auch die Lüftung in den Räumen wird verbessert. Insgesamt werde der Standort an der Scharnhorststraße auf den Standard von Heute gebracht, sagt Meier.

Die zukünftige pädagogische Gestaltung der Räume ist allerdings noch nicht in den 13,36 Millionen Euro enthalten, „Es handelt sich nur um die Kosten für die Sanierung der Gebäude“, erklärte Meier dem Gremium.

Von Lars Lohmann

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