Im Sommer 2016 gibt es vor allem ein Thema: Der Zick-Zack-Kurs des Wetters

Hoffen auf den August

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Dunkle Regenwolken liegen bislang über dem Sommer.

Uelzen. Derzeit macht das Wetter, was es will. Zwar waren die unterkühlten Tage am Wochenende erst einmal passé. Doch in dieser Woche gehen die Temperaturen nach Durchzug von Schauern und Gewittern erneut auf Tauchstation.

Das ist gemäß der Siebenschläferregel „Regnet es am Siebenschläfertag (27. Juni), es noch sieben Wochen regnen mag“ bei dem wechselhaften Wetter der vergangenen Wochen auch kein Wunder.

Der wahre Siebenschläfertermin Termin ist allerdings nicht der 27. Juni, an dem es diesmal tatsächlich geregnet hat, sondern der 7. Juli. Grund ist die Gregorianische Kalenderumstellung von 1582 durch die sich der Lostag, also der Tag, an dem angeblich das Schicksal des Sommers entscheiden werden soll, um zehn Tage nach hinten verschoben hat.

Weil die Güte des Sommers nicht von Wetter eines einzelnen Tages abhängen kann, ist für die Meteorologen der Witterungscharakter über zwei Wochen hinweg vom 27. Juni bis zum 10. Juli wichtig. In dieser Zeit zeichnet sich in zwei von drei Jahren tatsächlich ein guter Trend für die Folgewochen bis etwa Mitte August ab. Und der ist diesmal eher mäßig.

Grund für die hohe Trefferquote ist die große Erhaltungsneigung der Atmosphäre Ende Juni/Anfang Juli. So ist es kein Wunder, dass in den langfristigen Prognosen der Wetterdienste derzeit kein stabiles Sommerhoch über Deutschland zu finden ist. Entsprechend wird uns das eingefahrene Witterungsmuster mit einem munteren Mix aus Sonne, Wolken, einzelnen Gewittern sowie dem Auf und Ab der Temperaturen mehr oder weniger bis Ende Juli erhalten bleiben.

Aktuell müssen wir uns in der zweiten Hälfte dieser Woche auf höchstens 20 Grad einstellen, bei anhaltendem Regen auch noch weniger. Erst für das dritte Juliwochenende deutet sich ein neuerlicher Temperaturanstieg auf vielleicht 25 Grad an, bevor uns atlantische Winde die nordische Frische wohl schnell wieder zurückbringen werden. Das ist keine gute Nachricht für die letzten Wochen der Schulferien in Niedersachsen.

Hoffnung auf stabiles Sommerwetter besteht eigentlich erst im August. Denn erfahrungsgemäß zieht ein wechselhafter und eher kühler Juli einen tendenziell besseren August nach sich.

Von Reinhard Zakrzewski

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