Tarife werden abgeschafft / SVO verschickt neue Verträge an 4800 Kunden

Höhere Preise für Heizstrom

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Uelzen. Der Energieversorger SVO hat in den vergangenen Wochen an rund 4800 seiner Kunden neue Verträge herausgeschickt, die höhere Strompreise ab dem 1. Januar vorsehen. Noch im November hatte das Unternehmen aber erklärt, trotz gestiegener EEG-Umlage, mit der erneuerbare Energien gefördert werden, die Strompreise weitestgehend stabil halten zu wollen.

Andreas Gerow, Pressesprecher des Unternehmens, erläuterte vorgestern auf AZ-Nachfrage dazu, dass die Verträge an SVO-Kunden herausgeschickt worden seien, die sogenannten Heizstrom für beispielsweise Wärmepumpen und Speicherheizungen beziehen würden. Für sie habe die SVO bislang zwei Tarife , „Temper“ und „Exterra“, angeboten, die es künftig nicht mehr gibt. Der Grund: „Die SVO vereinfacht die Tarifangebote für ihre Kunden“, so Andreas Gerow. Künftig solle es einfacher sein, sich bei Leistungen des Energieversorgers zurecht zu finden. Mit der Frage, wie sich die Strompreise bezüglich der EEG-Umlage entwickelten, hätten die neuen Verträge somit nichts zu tun.

Mit der Tarifumstellung werden die betroffenen Kunden dem Grundversorgungstarif zugeordnet, der, so bestätigt Gerow, einen höheren Preis je Kilowattstunde vorsehe als bislang die Tarife „Temper“ und „Exterra“. Der Unternehmenssprecher räumte eine „kommunikative Panne“ gegenüber den Kunden ein, weil den Kunden das Umstellungsverfahren nicht erklärt worden sei. „Das ist nicht glücklich gelaufen“, so der Unternehmenssprecher gegenüber der AZ. Im neuen Jahr werde sich die SVO schriftlich an die betroffenen Kunden wenden. Nicht nur, um noch einmal zu erklären, warum die Umstellung der Tarife erfolgte, sondern auch, um ihnen neue Angebote machen zu können. Dann stehe auch fest, wie sehr die Netzentgelte sinken würden. „Die Preise werden dann neu kalkuliert, und wir hoffen, dann den betroffenen Kunden auch eine Preissenkung mitteilen zu können“, so Andreas Gerow. Versucht werde, diese mögliche Preissenkung dann auch rückwirkend zum 1. Januar zu ermöglichen.

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