Kreiseinwohner am Häufigsten krank

Uelzener sind mit 20,5 Fehltagen landesweit Spitzenreiter

Uelzen/Landkreis. Die Arbeitnehmer im Landkreis Uelzen sind Spitze. Spitze in ganz Niedersachsen, wenn es um die Dauer der Krankmeldungen im Job geht.

Denn während Arbeitnehmer landesweit im vergangenen Jahr durchschnittlich 16,9 Tage krankheitsbedingt ausfielen, blieben die Uelzener statistisch gesehen 20,5 Tage zu Hause. Bundesweit dauerte eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung im Schnitt 17,1 Tage. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Barmer GEK Krankenkasse hervor.

„Die Berufstätigen in Uelzen waren wieder länger krank geschrieben als der Durchschnittsdeutsche und der Durchschnittsniedersachse“, fasst Barmer-Bezirksgeschäftsführerin Tina Eckhoff die Zahlen zusammen. Denn auch schon 2013 waren die Uelzener Arbeitnehmer niedersachsenweit mit 19,8 Tagen Spitzenreiter bei den Krankschreibungstagen.

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems sorgten 2014 im Landkreis Uelzen für die meisten Fehlzeiten – in diesem Bereich gab es 33,7 Prozent mehr Diagnosen als bundesweit. Fast ebenso häufig (32,4 Prozent mehr als im Bund) wurden psychische und Verhaltensstörungen in Uelzen diagnostiziert. Danach folgen Verletzungen und Vergiftungen sowie Krankheiten des Atmungssystems.

Dicht gefolgt in der Rangliste der Krankheitstage wird der Landkreis Uelzen übrigens vom Nachbarlandkreis Heidekreis (20 Tage) und weiterhin Wilhelmshaven (19,8), Lüchow (19,6) und Friesland (19,5). Die geringste Fehlquote wurde im Kreis Vechta mit durchschnittlich 13,7 Fehltagen festgestellt.

Tina Eckhoff betont, dass zu berücksichtigen sei, dass gesundheitliche Einschränkungen erst ab einer bestimmten Schwelle zu einer Krankmeldung führten. „Ein Arbeitnehmer kann beispielsweise durchaus schon lange unter leichteren Kopfschmerzen gelitten haben, ehe er sich wegen zunehmender Beschwerden krankschreiben lässt“, sagt sie. Aber auch das Klima am Arbeitsplatz dürfte unterschiedliche Auswirkungen haben.

Von Ines Bräutigam

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