Uelzener Frühjahrsputz mit Rekord-Beteiligung / Besondere Einbindung des Schnellenmarkt-Viertels

Mit Hochdruck, Besen und Zangen

Half tatkräftig mit: Der siebenjährige Kazem Jalloul entfernte unter anderem Moos aus den Fugen des Brunnensockels.

Uelzen. Herzogenplatz, Rathaus-Kreuzung, Schnellenmarkt: An diesen Orten ballte sich am Samstag das Geschehen rund um die Aktion „Uelzener Frühjahrsputz“. In diesem Jahr nahmen so viele Menschen teil, wie noch nie.

Während Bürgermeister Otto Lukat um 10 Uhr vor dem neuen Rathaus noch einige Worte an die Teilnehmer richtete, begann am Schnellenmarkt bereits das große Reinemachen am Brunnen. Mit Unterstützung der Feuerwehr, die eine Drehleiter zur Verfügung stellte, und dem Hochdruckreiniger der Betrieblichen Dienste, ging es den Verunreinigungen an den Kragen. Gleichzeitig begannen rund 40 fleißige Helferhände, das Viertel rund um den Schnellenmarkt zu säubern: Gehwege und Grünflächen wurden von Müll befreit und Moos sowie Unkraut aus den Pflasterfugen entfernt.

Michael Kopske, Leiter des Fachbereichs Planung, Bauaufsicht und Liegenschaften bei der Stadt, zeigte sich mit der Aktion hoch zufrieden: „Es zeigt sich, dass hier etwas passiert.“ Nachdem am Schnellenmarkt zuvor schon Laternen gereinigt und Schilder begradigt wurden, soll der gesäuberte Brunnen ein weiteres Zeichen dafür sein, dass es mit dem Viertel aufwärts geht. Besonders freute sich Kopske über die Beteiligung der Anlieger, die den Griff zu Müllsack und -Zange nicht scheuten. Zu Wasser-Eimern und Schaber griff hingegen Matthias Järnecke, um ein leerstehendes Gebäude in der Rademacherstraße von den Plakatresten zu befreien.

Drei Jugendgruppen der Dance-Abteilung vom TV Uelzen unter der Leitung von Petra Studtmann performten derweil einen „Besentanz“ am alten Rathaus zu Dick Braves „Just can’t get enough“. So schien es den Zuschauern auch zu ergehen, als sie von den Fünf- bis Zwölfjährigen eine Zugabe forderten.

Alle 15 Minuten sorgte nur wenige Meter weiter ein Teil von „Käpt’n Kümos Marching Band“ aus Lüneburg für rhythmische Unruhe, als sie auf Mülleimern und Fässern trommelten. „Wir hauen auf die Tonnen, denn dort gehört der Müll rein“, formulierte Ralph Schmedeke das Motto der Aktion.

„Egal, an welchem Termin wir den Frühjahrsputz in den letzten Jahren durchgeführt haben: Wir hatten immer gutes Wetter“, freute sich Ute Krüger über strahlend blauen Himmel. Und über die große Beteiligung: „Dieses Jahr sind es über 900 Teilnehmer – das ist Rekord.“

Von Karsten Tenbrink

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