Hoch hinaus am Rathaus

Bis zu 4,70 Meter hoch liegt die Latte beim Stabhochsprung am Sonnabend.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Im Winter ist es die Eisbahn, die ein Publikum aus dem gesamten Kreis und quer durch alle Altersschichten wochenlang auf den Herzogenplatz lockt. Am Wochenende war es ein Streetballturnier, das für Leben vor dem Rathaus sorgte, und an diesem Sonnabend gibt es eine Premiere: Erstmals werden die offenen Kreismeisterschaften im Stabhochsprung nicht auf einem Sportgelände, sondern mitten in der Innenstadt ausgetragen und sorgen so für eine weitere Belebung des Uelzener Stadtkerns.

Die ungewöhnliche Örtlichkeit habe der Kreis-Leichtathletikverband ganz bewusst ausgewählt, sagt Organisator Wilfried Teichmann: „Wir wollen diese Sportart einmal einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.“ Denn Stabhochsprung lockt nicht gerade die Massen auf die Sportplätze der Region, die Teilnehmer sind bei den Wettbewerben in dieser Disziplin zumeist unter sich, die als schwierigste in der Leichtathletik gilt.

Ab 11 Uhr treten Männer, Frauen, Senioren und Jugendliche in ihren jeweiligen Altersklassen an. Als Ehrengast wird der polnische Olympiasieger von 1980, Wladyslaw Kozakiewiez, erwartet.

Wenige Meter vom Wochenmarkt entfernt werden sich den Passanten spektakuläre Bilder bieten: Ab 9.30 Uhr springen sich die Teilnehmer ein, der Wettkampf beginnt um 11 Uhr mit einer Einstiegshöhe von 1,65 Meter. „Die Besten können es dann bis zu 4,70 Meter Höhe schaffen“, sagt Teichmann, der hofft, dass großer Publikumszuspruch die Springer zu Höchstleistungen motivieren wird. „Das ist natürlich etwas anderes, als wenn ich auf einem Sportplatz praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit springe“, sagt der Cheforganisator.

30 Meter lang und 1,20 Meter breit ist der Holzsteg, der die Anlaufstrecke bildet. Die einzige Matte, die es kreisweit für diesen Wettbewerb gibt, wird aus Bad Bevensen herangeschafft. Und bis in den Nachmittag machen sich die Sportler dann zu immer neuen, schwindelerregenden Höhen auf.

Die Stadt Uelzen begrüßt die vielseitige Nutzung des Herzogenplatzes ausdrücklich: „Wir freuen uns, dass er immer mehr von Vereinen und Verbänden für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt und so zum Anziehungspunkt in der Stadt wird“, sagt Sprecherin Ute Krüger und verweist darauf, dass die unmittelbare Nähe des Platzes zur bald erweiterten Fußgängerzone ein willkommener Nebeneffekt für eine Belebung sei.

Weitere Veranstaltungen vor dem Rathaus sind die „Schlacht der Spielmannszüge“ am 28. August, das Kreismusikfest im September und ein ADAC-Oldtimertreffen im Oktober.

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