Hitze nimmt neuen Anlauf

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Uelzen/Landkreis - Von Reinhard Zakrzewski. Public Viewing im Freibad, das könnte der Trend in dieser Woche werden. Denn nach einer kurzen Abkühlung am heutigen Dienstag steigen die Temperaturen im Kreis Uelzen pünktlich zum morgigen WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien wieder deutlich. Der Sommer läuft dann erneut zur Hochform auf – mit Hitze und Trockenheit. Eine flächenhafte Überregnung und damit Reduzierung der sehr hohen Wald- und Flurbrandgefahr ist bis zum Wochenende nicht in Sicht.

Dann ist auch der für den Hochsommer kritische Siebenschläferzeitraum, der aus meteorologischer Sicht vom 27. Juni bis zum 10. Juli dauert, abgehandelt. Wetterbestimmend war in der vergangenen Woche ein Keil des Azorenhochs, der sich nur kurzzeitig von schwachen Atlantikfronten und Gewitterstörungen beeindrucken ließ. Das wird auch in dieser Woche so bleiben. Damit kann, gemäß der Siebenschläfer-Regel, das Resümee für die anstehenden Hochsommerwochen nur heißen: überwiegend sonnig, trocken und warm bis heiß.

Nach dem gefühlt verkorksten Frühjahr kam im Juni die Wende zum Guten. Größere Schwächen zeigte lediglich das zweite Monatsdrittel, in dem die Tagestemperaturen im Kreisgebiet nur vereinzelt über 20 Grad hinauskamen. Höhepunkt und Abschluss dieser für die zweite Juni-Dekade typischen kühlen Witterungsphase, der so genannten Schafskälte, war ein heftiger Polarlufteinbruch vom 18. bis 20. Juni mit Tagestemperaturen um 17 Grad und 6 bis 8 Grad in der Nacht.

Danach kam nur noch Sommerwetter vom Feinsten. Temperaturen bis zu 30 Grad gegen Monatsende, ein oftmals wolkenloser Himmel und absolute Trockenheit drückten dem ganzen Juni seinen freundlichen Stempel auf. Bei Monatsniederschlägen von lediglich 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter und nur lokal bis zu 40 Liter pro Quadratmeter (Faßberg) liefen die Beregnungsanlagen zwischen Aller und Elbe im Dauereinsatz.

Bemerkenswert: Trotz der hohen Anzahl von 9 bis 13 Sommertagen (ab 25 Grad) und einem, vereinzelt zwei heißen Tagen (30 Grad und mehr) lag die Juni-Wärme im nordöstlichen Niedersachsen nur 0,4 bis ein 1,2 Grad über dem 30-jährigen Klimamittel (1961 bis 1990). Hier spielten die insgesamt zu niedrigen Nachttemperaturen eine Rolle, die die deutlich zu hohen Tageswerte relativierten.

Enorm hingelangt hat die Sonne. Auf fast 300 Stunden brachte sie es in einem Streifen von der Südheide bis ins Wendland. So wurde dieser Juni inunserer Region – nach 1992 – nicht nur der zweitsonnigste, sondern zusammen mit den Jahren 1959, 1970, 1976 und 1996 auch einer der trockensten der Nachkriegszeit.

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