Konvoi aus Gomel zurück / Transport mit Kleidung soll demnächst rollen

Hilfe für krebskranken Jungen

Lebensmittel aus dem Hilfskonvoi wurden auch bei der Elterninitiative in Gomel verteilt.

Uelzen/Landkreis. Nach zwei Tagen hatten sie mit ihren beiden Kleinbussen ihr Ziel in der weißrussischen Stadt Gomel erreicht und wurden dort nach einer insgesamt problemlosen Fahrt von Freunden begrüßt.

Vier Tage lang hielten sich acht Helfer aus dem Kreis in der Tschernobyl-Region auf.

Tage, die mit viel Arbeit verbunden waren, aber auch interessante Gespräche und Begegnungen mit lieben Menschen brachten. Lebensmittel wurden von einigen Lkw verladen und an Einrichtungen wie eine Elterninitiative in Gomel und in den Gemeinden Blagodat und Raduja verteilt. Jeweils vor Ort fanden auch intensive Besprechungen zur Organisation von Bekleidungslieferungen statt, denn noch in diesem Jahr soll auch ein Bekleidungstransport des Gomel-Ausschusses des Kirchenkreises Uelzen nach Weißrussland fahren.

Emotionale Höhepunkte der Reise waren ein Besuch im Kindergarten 47 und das Zusammensein in der hämatologischen Kinderabteilung des Radiologiezentrums in Gomel. Bewegend die Begegnung mit dem kleinen Egor, seiner Oma und den Eltern. Spenden von vielen Menschen aus dem Kirchenkreis führten dazu, dass vom Gomel-Ausschuss ein Medikament gegen allergische Reaktionen bei seiner Krebsbehandlung im Wert von 15 000 Euro beschafft werden konnte. Erfreut nahmen die Konvoifahrer zur Kenntnis, dass das Medikament offenbar angeschlagen hat und es dem krebserkranken Jungen besser geht. Eine Heilung ist nun nicht mehr ausgeschlossen.

Mit dem Hilfskonvoi unterwegs waren Arno Klinder (Uelzen), Brigitte Besenthal (Wieren), Jürgen Meyer (Kahlstorf), Ulrich Fiedler (Wieren), Anja Hermann (Varbitz), Gisela Stute (Gr. Thondorf), Ursula Schroeder (Göhr) und Peter Utrata (Ebstorf).

Von Ulrich Bleuel

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