Aktion von DRK und AZ: 110 500 Euro auf Konten eingegangen

Hilfe für Flutopfer hält an

Als der Damm brach, wurde der ostelbische Ort Fischbeck völlig überflutet. Das Wasser weicht nun zurück. Foto: Altmark-Zeitung

Uelzen/Fischbeck. „Noch immer verzeichnen wir täglich Eingänge auf den Spendenkonten“, berichtet Heinz Meierhoff, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Uelzen.

Bei der gemeinsam mit der AZ initiierten Spendenaktion für die Opfer des Elbe-Hochwassers sind so nun bereits 110 500 Euro zusammengekommen – 93 500 Euro durch Direktspenden auf dem eingerichteten Konto der Sparkasse Uelzen/Lüchow-Dannenberg und noch einmal 17 000 Euro auf dem Konto der Volksbank Uelzen/Salzwedel. Wie berichtet, hatten sich Volksbank-Mitglieder entschieden, die fünfprozentige Dividende aus dem Bilanzgewinn des Finanzinstituts in diesem Jahr für die Flutopfer zu spenden. Die Unterstützung der betroffenen Menschen stamme aus allen Teilen der Bevölkerung, erklärt Heinz Meierhoff. „Firmen und Einrichtungen sammeln für die Flutopfer, das ist eine schöne Sache“, so der DRK-Kreisverbandschef. Auch bei den Schulentlassungsfeiern seien beachtliche Beträge zusammengekommen, die für die Hilfsaktion gespendet worden seien.

Meierhoff führt gegenwärtig immer wieder Gespräche mit seinen Kollegen vom DRK-Kreisverband in Stendal, um über die Verteilung der Spendengelder zu beraten. Das Geld soll den Menschen aus dem Ort Fischbeck zugute kommen. Das Dorf war nach einem Dammbruch völlig überflutet worden. Und noch immer ist das Wasser nicht komplett gewichen. Dort, wo das Wasser sich aus den Straßen und Häusern zurückzog, wird das ganze Ausmaß der Verwüstung und auch der Verschmutzung deutlich. Feuerwehren aus Osterburg sind in dieser Woche in Fischbeck im Einsatz gewesen, um unter anderem Schadstoffe in überfluteten Gebäuden, insbesondere Kellern, zu messen – Heizöltanks waren durch die Überflutung ausgelaufen, Behälter mit Chemikalien ebenso. Weil immer noch Keller unter Wasser stehen, ist auch eine Nutzung der Kanalisation in dem ostelbischen Ort nicht zu denken. Häuser sind nach wie vor ohne Strom.

Ein Stab im Landkreis Stendal wurde zusammengestellt, der sich mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Erste Hochrechnungen des Landkreises Stendal gehen von einer Schadenshöhe im Kreis von etwa 215 Millionen Euro aus. Dabei handelt es sich nur um Zerstörtes im Landkreis, den Zweckverbänden und den Gemeinden. Und es sei eine „vorläufige“ Berechnung. Noch immer stehen auf ostelbischer Seite Gebäude und Straßen unter Wasser.

Wer für die Flutopfer noch spenden möchte, kann dies bei der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg tun, unter dem Stichwort: DRK-Flutopferhilfe; Konto: 234000099; BLZ: 25850110).

Von Norman Reuter

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