Gymnasium lockt auch andere Uelzener Schulen zu seinem Informatikfest

Das LeG auf High-Tech-Kurs

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Lucas Vergin aus der Jahrgangsstufe zwölf des Lessing-Gymnasiums bedient den 3-D-Drucker, mit dem die Schüler Gegenstände produzieren können. Informatiklehrer Mirek Hancel (2.v.l.) ist begeistert vom Interesse und Engagement der Schüler.

Uelzen. In einem weißen Kasten, der einer Mikrowelle nicht unähnlich ist, soll die bronzene Lessingbüste des gleichnamigen Uelzener Gymnasiums (LeG) nachgebildet werden. Der Kasten ist ein 3-D-Drucker.

Mit dem populären Computerspiel Minecraft wird reale Hardware gesteuert. Mit einer 3-D-Kamera werden in einem digitalen Sandkasten geologische Prozesse sichtbar und verständlich gemacht. Und Geoinformatik-Studenten aus Münster zeigen, was mit ihrer sogenannten Sensebox alles möglich ist. Die Pausenhalle des Lessing-Gymnasiums wurde gestern zu einem High-Tech-Experimentierfeld, auch für Kinder und Jugendliche aus anderen Schulen.

Mirek Hancel, Informatik-Lehrer am LeG, hatte den Tag organisiert. Mit dem von ihm für das LeG modifizierten Spiel Minecraft beteiligte sich die Uelzener Schule beim sogenannten Codeweek-Award. Das ist ein Preis, der von der Technologiestiftung Berlin und dem koreanischen Elektronikriesen Samsung ausgelobt wird. „Wir waren eines von 15 Projekten in Niedersachsen“, berichtet Hancel. Bei der Kick-Off-Veranstaltung in Berlin habe er dann Kontakt mit den Studenten aus Münster aufgenommen und sie zum gestrigen Informatikfest am LeG eingeladen.

Mit der Sensebox können Schulen Umweltdaten über Klima, Luftqualität, Verkehrsaufkommen, Lärmbelästigung und vieles mehr messen und so zu genaueren Aussagen über lokale Umweltphänomene beitragen“, berichtet Geo-informatik-Student Norwin Roosen. Die Laptops reichen nicht, so groß ist der Andrang an den verschiedenen Stationen. „Wir wollen mit diesem Tag neben Lesen, Schreiben Rechnen, den Schülern die vierte Kulturtechnik näher bringen“, sagt Mirek Hancel. Und das ist im 21. Jahrhundert das Programmieren.

Besonders großer Andrang herrscht bei Oberstufenschüler Lucas Vergin. Der Jugendliche demonstriert, was man mit einem 3-D-Drucker herstellen kann. Im LeG ist es unter anderen ein kleiner Schlüsselanhänger. In der Luft- und Raumfahrtindustrie sind es mittlerweile hochkomplexe Teile für Flugzeuge.

Von Jens Schopp

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