Lokalmatadore gewinnen

Schlacht der Spielmannszüge lockt Uelzener in die Stadt

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Der Spielmannszug der Bad Bevenser Schützengilde nahm zum ersten Mal teil – und gewann die Schlacht.

Uelzen. Punkt 12 Uhr mittags war in den Marktstraßen kein Durchkommen mehr: Ganz Uelzen schien auf den Beinen zu sein, um die „Battles“ der acht beteiligten Bands zu verfolgen.

Aus Bochum, Flensburg, Hamburg, sogar aus dem dänischen Aabenraa waren diese angereist, um sich am Sonnabend gegenseitig im musikalischen Wettstreit zu messen. Unter der Leitung von Richard Wester, Kopf von Uelzens Haus- und Hofkapelle „Käpt’n Kümo’s Marching Band, wurden die Gruppen bei der Schlacht der Spielmannszüge auf ihrem Zug durch die Stadt punktgenau positioniert, um sich kurz darauf im Duell gegenüberzustehen.

„Da bleibt nichts dem Zufall überlassen, die Dramaturgie folgt einem festen Konzept“, erklärt Richard Wester. „Es beginnt relativ ruhig, steigert sich und wird immer wilder – bis zum absoluten Highlight, dem finalen Tattoo auf dem Herzogenplatz.“ Wie viel Arbeit in Organisation und Ausführung wirklich steckt, bekommt die Öffentlichkeit nicht mit. So wird beispielsweise per Funkkontakt immer wieder abgefragt, wo sich die Bands gerade befinden und ob sie noch genug „Puste“ für eine weitere Runde haben.

Schon bei der Auswahl wurde darauf geachtet, möglichst viele musikalische Extreme zu vereinen: „Wenn schottische Dudelsäcke auf karibische Steel-Drums treffen, dann ist das schon einzigartig“, so Wester. Einzigartig ist die Schlacht der Spielmannszüge sowieso. „So etwas gibt es in ganz Deutschland kein zweites Mal, da könnt ihr wirklich stolz drauf sein“, meinte auch Guinness Adria anerkennend – mit ein Grund, warum er 2015 erneut aus Bochum anreiste, um die Battles an der Rathauskreuzung zu koordinieren.

Dass die Bands viel Spaß hatten, ließ sich an diversen Kleinigkeiten ablesen: Da wurde sich gegenseitig angefeuert und beklatscht, da gab es das längste Battle aller Zeiten, als sich „Bateria Altona“ und die „Kümos“ partout nicht mehr trennen wollten und auch Moderator Peter Hellström feststellte: „Uelzen swingt“. Dass zum Schluss mit dem Spielmannszug der Schützengilde aus Bad Bevensen ausgerechnet die Lokalmatadoren zum Sieger der Schlacht gekürt wurden, war ein zusätzliches Sahnehäubchen.

Von Oliver Huchthausen

Schlacht der Spielmannszüge mitten in Uelzen

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