Heute ist Ausbildungsstart in Uelzen / Zahlreiche Angebote in vielen Branchen

Freie Auswahl bei Berufen

Auch im Hotelfach ebenso wie in vielen weiteren Berufsfeldern werden zu sofort noch Auszubildende gesucht. Foto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Er ist der klassische Termin für den Ausbildungsbeginn – der 1. August. Viele Ausbildungen beginnen mit diesem heutigen Datum, andere in den kommenden Wochen. Und doch hat noch nicht jeder im Landkreis Uelzen einen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Auf der anderen Seite sind noch Ausbildungsbetriebe auf der Suche nach Lehrlingen. „Die Auswahl an freien Ausbildungsstellen ist noch vielfältig“, macht deshalb Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, Mut und Laune, sich noch für einen Start ins Berufsleben zu bewerben.

Die meisten freien Ausbildungsstellen – für junge Männer wie für junge Frauen gleichermaßen, versteht sich – gibt es derzeit noch in folgenden Berufen:

• Fachverkäufer Lebensmittel- handwerk (Bäckerei)

• Kaufmann Einzelhandel

• Restaurantfachmann • Altenpfleger

• Kraftfahrzeugmechatroniker

• Personenkraftwagentechnik

• Koch

• Verkäufer

• Kaufmann Versicherungen und Finanzen

• Versicherung

• Zahnmedizinischer Fachangestellter

Aber auch wer seine berufliche Zukunft in den Berufen des Bäckers, des Elektronikers im Bereich Energie- und Gebäudetechnik, als Fleischer, Friseur, Hotelfachmann, Medizinischer Fachangestellter, Metallbauer Konstruktionstechnik, Orthopädiemechaniker und Bandagist, Orthopädieschuhmacher, Tischler oder Zimmerer sieht, hat noch beste Chancen. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer verfügbarer Ausbildungsstellen, versichert Jeannette Unterberger, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen.

„Wichtig ist, dass man nicht bis zum Ferienende wartet, sondern schnell aktiv wird“, betont Agenturchef Bernd Passier. Ein Termin bei der Berufsberatung in der Uelzener Arbeitsagentur sollte auf jeden Fall dazu gehören, rät er. „Die Berufsberater beraten die jungen Berufseinsteiger individuell und zeigen Wege zum Berufseinstieg auf.“

Insgesamt sei die Situation auf dem Ausbildungsmarkt gut, fasst Bernd Passier zusammen. Die Chancen für Schulabgänger haben sich gegenüber den Vorjahren deutlich verbessert. „Rein rechnerisch hat sich die Schere zwischen Bewerbern und Ausbildungsstellen geschlossen“, stellt der Agenturchef fest. Das Verhältnis von unbesetzten Ausbildungsstellen zu unversorgten Bewerbern habe Ende Juli bei 1:1,1 gelegen.

Trotzdem: Angebot und Nachfrage passen nicht immer vollständig zueinander. Die Gründe hierfür seien unterschiedlich, sagt Passier: „Einerseits gehen die Berufswünsche nicht immer mit dem regionalen Lehrstellenangebot einher oder Schulabgänger erfüllen nicht alle Anforderungen der Ausbildungsbetriebe.“ Zum anderen könnten auch Bewerber und Ausbildungsstelle nicht zueinander finden, weil die regionale Mobilität nicht gegeben sei.

Von Ines Bräutigam

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