Helle Räume auf altem Lager-Grund

Hell und modern ist der neue Anbau der Loewenwaldschule an der von-Estorff-Straße, der jetzt fertiggestellt wurde. Fotos: Wendlandt

Uelzen. Das Lob kam von ganzem Herzen: „Ich bin echt begeistert, das Haus ist wunderschön. Sie haben das super gemacht: keine Fehler, keine Unfälle. Herzlichen Dank“, lobte René Obst, Schüler der Uelzener Loewenwaldschule, die Handwerker bei der gestrigen Einweihungsfeier für den neuen Schul-Anbau an der von-Estorff-Straße. Gemeinsam mit Mitschülerin Jacqueline Vetter überreichte René den Handwerkern anschließend eine Rose.

Es war eine fröhliche Feier, zu der die Loewenwaldschule, staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte der „Haus der Lebenshilfe gGmbh“, eingeladen hatte. Mehr als 100 Gäste waren gekommen und erlebten an diesem Vormittag nicht nur die Präsentation des neuen Anbaus, sondern auch das Sommerfest und die Verabschiedung der Schulabgänger. Etwa 90 Kinder mit dem Förderschwerpunkt der geistigen Entwicklung besuchen die Loewenwaldschule in den Jahrgängen 1 bis 12.

„Heute ist ein ganz besonderer Tag für uns: Wir können voller Stolz unseren Neubau präsentieren“, sagte Cornelia Ludwig, Abteilungsleiterin der Loewenwaldschule, in ihrer Begrüßungsansprache. Auch Michael Hoffmann, Leiter des Bereiches Kinder und Jugend beim Haus der Lebenshilfe, war die Freude über die modernen Räume deutlich anzusehen. „Hier hat sich ganz viel verändert“, erklärte er und sprach seinen Dank an alle Kollegen und Helfer aus, „die mitgewirkt haben, dass wir unsere Gäste heute in einem fertigen Schulgebäude empfangen können“.

Der moderne zweigeschossige Anbau kostet etwa 500 000 Euro und fällt allein schon optisch auf: Er hat eine schneeweiße Fassade mit hölzernen Verzierungen zwischen den Fenstern. Helle Gänge und Treppen empfangen den Besucher im Inneren. Im Obergeschoss sind neue Klassenräume für die Schüler der Jahrgänge 10 bis 12 entstanden. Zudem gibt es dort eine Lehrküche, einen Hauswirtschaftsraum und einen weiteren Fachraum. Auch im Erdgeschoss steht der Schule jetzt eine Lehrküche zur Verfügung, ebenso ein Unterrichtsraum für Kulturtechniken und ein Werkraum für die ersten bis neunten Klassen. Etwa 600 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche bietet der Neubau, schätzte Hoffmann, während er die Gäste durch das Gebäude führte.

„Dies ist ein weiterer Schritt des neuen Gesamtkonzepts des Bereiches Kinder und Jugend – nach dem Neubau der Krippe“, berichtete Cornelia Ludwig. Um Platz für den Neubau zu schaffen, wurde die vorletzte Baracke des ehemaligen Bohldamm-Flüchtlingslagers abgerissen. Darauf nahm auch Bürgermeister Otto Lukat Bezug. „Aus einer Nachkriegssituation ist etwas Fantastisches entstanden“, sagte er. „Sie haben hier hervorragende Bedingungen für die Arbeit mit jungen Menschen.“

Und die Arbeiten sind noch nicht beendet. So soll das benachbarte Rudolf-Schmidt-Haus zu einem neuen Therapiebereich umgebaut werden. Überdies erhält der Kindergarten der Lebenshilfe größere Räume mit modernem Schall- und Brandschutz. „Das ermöglicht uns ein flexibleres Betreuungs- und Förderangebot für Kinder von drei bis sechs Jahren“, sagte Hoffmann. Im April 2012 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. „Dann feiern wir eine noch größere Party“, versprach er.

Von Bernd Schossadowski

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