18 Ehrenämtler aus dem Kreis Uelzen werden mit Angebotskarte gewürdigt

„Helfen macht glücklich“

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Marcus Daasch und Benjamin Konrad von der Freiwilligen Feuerwehr sind Ehrenamtliche im Landkreis Uelzen, die von Angeboten und Vergünstigungen der Karte profitieren können.

aja Uelzen/Landkreis. Im Rahmen einer Feierstunde hat Landrat Heiko Blume am gestrigen „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ 18 Ehrenamts-Karten an Menschen aus dem Kreis Uelzen übergeben, die sich allesamt überdurchschnittlich und langfristig ehrenamtlich engagieren.

Bei der Benennung der Tätigkeitsbereiche wurde „die nahezu grenzenlose Vielfalt ehrenamtlicher Arbeit“ deutlich. Ob im Sportverein, in der Diakonie und in der Kirchengemeinde, bei der Betreuung von Kindern, Senioren oder Suchtkranken, bei der Verkehrswacht und der Freiwilligen Feuerwehr – die Vereins-, Gruppen- und Projektarbeit, auf die Blume verweist, ist vielfältig. Dabei hat es für die meisten ganz harmlos angefangen, indem sie einfach irgendwo angepackt haben, wo „eine helfende Hand fehlte“, so Blume. Die Ehrenamtlichen boten ihre Unterstützung selbstlos an und manchmal auch ihre professionellen Kenntnisse. So wie der frühere Polizeibeamte und Fahrlehrer Bernhard Brink, der sich seit 25 Jahren für die Verkehrswacht einsetzt. Das Angebot der Ehrenamts-Karte sieht er als Wertschätzung seiner Tätigkeit. Aber wie allen anderen, die gestern ins Kreishaus gekommen waren, strebt auch er nicht nach materiellen Vorteilen.

„Fußball interessiert mich“, sagt er aber im Hinblick darauf, dass Eintrittskarten für Bundesliga-Spiele an Ehrenamts-Karteninhaber verlost werden. „Pastor Hilmer hat mir den Antrag in die Hand gedrückt“, erzählt Irmgard Klement, wie sie zur Karte kam. Erhalten hat sie die Karte, weil sie sich seit über 20 Jahren für ihre Mitmenschen einsetze, heißt es in der Laudatio von Landrat Blume. Irmgard Klement ist aus dem Besuchsdienst von St. Johannis nicht mehr wegzudenken. Für Benjamin Konrad begann sein Engagement als sinnvolle Freizeitbeschäftigung in der Jugendfeuerwehr. „Freien Eintritt im Theater braucht Benjamin nicht“, grinst ein Feuerwehrkamerad, weil der Theaterdienst auf der langen Liste seiner Einsatzbereiche bei der Schwerpunktfeuerwehr Uelzen stehe. Zwischen zwei bis zu zehn Stunden ihrer Freizeit schenken die Ehrenamtlichen pro Woche der Allgemeinheit und sollen nun mit der Karte einen Dank von der Allgemeinheit erhalten. „Gleichgültig, welche Motive sich hinter unserer Hilfsbereitschaft verbergen, sie hat positive Auswirkungen auf unser seelisches und körperliches Befinden“, meint Blume. „Helfen macht glücklich.“ Selbst die Erinnerung an eine gute Tat führe dazu, dass man sich besser fühle.

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