Großaufgebot an Rettern im Einsatz

Brände in Uelzen und Hambrock: Die heißesten Einsätze des Jahres

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Dichter Qualm dringt unter den Dachziegeln hervor, darunter brennt eine große Menge Stroh: Für die Feuerwehrleute war es in Hambrock ein stundenlanger und kräftezehrender Einsatz.

Uelzen. Erst musste an der Oldenstädter Straße ein Sechs-Familien-Haus wegen eines Brandes im zweiten Stock evakuiert werden, kurz darauf dauerte es Stunden, um ein Feuer in einem Resthof in Hambrock zu löschen: Gleich zwei Großeinsätze hielten Feuerwehr und Rettungsdienst gestern in Atem.

Zunächst hatte um 8.50 Uhr eine Streife der Bundespolizei bemerkt, dass aus dem Küchenfenster eines Mehrfamilienhauses an der Oldenstädter Straße dichter Rauch drang. Die Bewohner waren zu dieser Zeit nicht Zuhause. Die Beamten alarmierten die Rettungskräfte und holten vorsorglich aus den anderen Wohnungen vier Erwachsene und vier Kinder ins Freie. Dort wurden sie vom Rettungsdienst betreut.

Nicht mehr gerettet werden konnten zwei Katzen in der brennenden Wohnung, die Feuerwehr konnte sie nur tot bergen. Durch die frühzeitige Alarmierung konnte ein Übergreifen der Flammen auf die anderen Wohnungen verhindert werden.

Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand in der Küche aus – offenbar war ein technischer Defekt im Kühlschrank die Ursache.

Rund 70 Feuerwehrleute aus Uelzen, Bad Bevensen, Oldenstadt, Veerßen und Klein Süstedt sowie 20 Rettungskräfte in acht Fahrzeugen waren nur zwei Stunden später beim Brand eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gehöftes in Hambrock im Einsatz. Im Scheunenteil des Gebäudes war bei Restaurierungsarbeiten des Eigentümers beim Schweißen mit einer Teerpappe ein Brand ausgebrochen. Zwei Bewohner versuchten noch selbst zu löschen, doch die Flammen breiteten sich schnell aus und griffen schließlich auf den Dachboden über, wo größere Mengen Stroh gelagert waren.

Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Einsatzkräfte zunächst von Drehleitern aus die Dachpfannen abschlagen, außerdem gelang es ihnen mit vereinten Kräften, den direkt angrenzenden Wohnbereich zu schützen. Der Einsatz zog sich bis zum Nachmittag hin, bei heißen Temperaturen mit dicker Schutzbekleidung und Atemschutzgeräten war es für die Feuerwehrleute eine extreme körperliche Belastung. Verletzt wurde niemand, die Rettungskräfte mussten aber Bewohner seelsorgerisch betreuen. Derweil wurden aus einem benachbarten Stall die Pferde vorsorglich evakuiert.

Von Thomas Mitzlaff

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