Uelzener Rockabilly-Band auf der ganz großen Bühne

Heimspiel für "Hot Birds" beim „OpenR“

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Patrick Höbermann, Heiko Barz und Thomas Butt (von links) sind die „Hot Birds“. Sie spielen beim „OpenR“.

js Uelzen. „Ich glaube, man wird uns auf der großen Bühne gar nicht sehen. Wir sind ja nur zu dritt“, sagt Heiko Barz. Das Trio, das vielleicht von der Riesenbühne beim „OpenR“ verschluckt wird, ist die Uelzener Rockabilly-Band „Hot Birds“.

Und die „Heißen Vögel“ haben am Sonnabend, 4. Juni, ihren wohl bisher größten Auftritt. Dann spielen Heiko Barz (Kontrabass), Patrick Höbermann (Schlagzeug) und Thomas Butt (Gitarre) am Nachmittag vor Mark Forster, Namika oder Glasperlenspiel. Sie sind der Opener am zweiten Tag des Uelzener „OpenR“, wenn es heißt „Neue Töne“.

Beim größten Auftritt hatten der Combo 600 Menschen zugehört. Barz sagt, er könne es überhaupt nicht einschätzen, wie viele es bei ihrem „OpenR“-Auftritt sein werden. „Ich denke schon, dass es ein paar Hundert sein werden.“ 30 bis 40 Minuten lang dürfen sie das Festival-Publikum mit ihren eigenen und gecoverten Songs unterhalten. „Man kann es Veranstalter Uli Gustävel nicht hoch genug anrechnen, dass er bei seinen Festivals auch Bands aus der Region einen Auftritt ermöglicht“, sagt Barz.

Bei einem Craft-Beer-Festival in der Jabelmannhalle seien sie vergangenes Jahr aufgetreten, als Gustävel sie gefragt habe, ob sie beim „OpenR“ ebenfalls auf der Bühne stehen wollen.

2004 gründeten die Brüder Thomas, Ralf und Rudi Butt die Gruppe. Barz stieß 2006 dazu. Musik hat bei den Familien Butt und Barz Tradition. Vater Butt war einst Rausschmeißer im legendären Hamburger Star-Club, wo die Beatles gleich dreimal zu Gast waren. Vater Heiko Barz machte in den 60er- und 70er- Jahren selbst Musik in Uelzen. Sein Sohn Heiko kam über ein Besuch im Buddy-Holly-Musical in London an die Rockabilly-Musik der 50er-Jahre. Erste Musikerfahrung machte er in einer Schülerband des Herzog-Ernst-Gymnasiums. „Da haben wir alles verwurstet“, erzählt er.

Rund 20 bis 30 Auftritte haben die „Hot Birds“ im Jahr. Oft werden sie auch für Privatfeiern wie Hochzeiten oder Geburtstage gebucht. Vor vier Jahren nahmen sie ihre erste CD auf, „Bombshell Boogie“. Jetzt fiebern sie ihrem großen Auftritt entgegen.

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